Anna-Lenas Tagebuch

In regelmäßigen Abständen erfahrt ihr hier das Neueste über mein Leben als Tennisprofi…

30.10.2011, Saarbrücken

Hallo alle zusammen,

schon wieder sind einige Monate seit meinem letzten Eintrag vergangen. Wie immer, ist auch dieses Mal einiges passiert…

Wie einige von euch vielleicht schon gehört oder gelesen haben, werde ich mich in nächster Zeit nur auf das Doppel konzentrieren und meine Einzelkarriere hinten anstellen. Ich habe lange mit mir gekämpft, bin am Ende aber zu dem Entschluss gekommen, dass es mir mit dieser Entscheidung momentan am Besten geht. Denn die Hauptsache für mich ist, dass ich an dem, was ich mache, Spaß habe. Der hatte mir die letzten Monate auf dem Platz im Einzel meist gefehlt. Vielleicht wird es mich in der Zukunft nochmal reizen wieder Einzel zu spielen, doch das möchte ich einfach auf mich zukommen lassen. Ich hoffe natürlich sehr, dass ihr meine Entscheidung nachvollziehen könnt – auch im Doppel ist Eure Unterstützung sehr willkommen. ;-)

Ansonsten ist die Saison für mich mittlerweile beendet und ich habe für die nächsten Wochen ein paar schöne Dinge geplant, auf die ich mich schon richtig freue. Zuerst steht ein kleines Trainigscamp zusammen mit Barbara Rittner und Dirk Dier bei Robinson auf Fuerte Ventura an. Danach reise ich wieder einmal für ein paar Tage auf die Bahamas, um bei der Charity Veranstaltung von Mark Knowles mit dabei zu sein. Schließlich werde ich vor Saisonbeginn im Januar in Australien auch noch ein wenig Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen.

Schon vorher gehe ich dieses Wochenende erst mal zum Konzert von Rihanna. Nachdem ich letzte Woche bereits bei Bruno Mars in Luxemburg war, freue ich mich schon riesig. Denn das Konzert war einfach der Hammer. Tatjana und ich waren anschließend enttäuscht, das Album im Auto zu hören, weil er live einfach noch viel besser ist! Ich bin gespannt, ob Rihanna das toppen kann!

Auf Twitter werde ich euch natürlich berichten, was in den nächsten Wochen alles passiert!

Liebe Grüße,
Anna


30.03.2011, Saarbrücken

Lang, lang, lang ist es her, aber es gibt mich tatsächlich noch! ;-) Was kann ich euch alles berichten? Am Besten, ich fange einfach mal beim Tennis an…

Seit Jahresbeginn habe ich schon wieder einige Flugmeilen gesammelt. Turniere in bereits fünf Kontinenten standen an (einzig in Afrika und Asien war ich dieses Jahr noch nicht), an denen ich leider nicht so erfolgreich gespielt habe, wie ich das gerne gehabt hätte. Immerhin habe ich in Monterrey das Finale im Doppel erreicht und ich hoffe, dass ich ähnliches bald auch im Einzel wieder schaffen kann. Aufgeben werde ich sicher nicht, sondern weiterhin fleißig trainieren und an meiner Form feilen. Dann wird es auch wieder nach vorne gehen!

Ein Highlight im bisherigen Verlauf des Jahres war sicherlich der Fed Cup, wo wir uns in der 1. Runde gegen Slovenien durchgesetzt haben. In drei Wochen steht nun das Heimspiel gegen die USA auf dem Program und ich hoffe, dass ich erneut mit von der Partie sein werde. Die Mannschaft wird in einigen Tagen bekannt gegeben und ich würde mich freuen, aktiv an der „Mission Aufstieg“ mithelfen zu können.

Abseits der Turniere und Tennisstadien dieser Welt habe ich auch diese Mal einige tolle Dinge erlebt. In Memphis bestand zum Beispiel die Möglichkeit Graceland zu besichtigen, was ich jedem, der mal in der Stadt sein sollte, nur empfehlen kann. Dann hatten wir an gleicher Stelle die Chance, auch noch die NBA live zu sehen. Und schließlich spielte ich in Acapulco und kehrte somit an den Ort meines bislang einzigen WTA Einzeltitels zurück. Das war natürlich mit vielen schönen Erinnerungen verbunden, auch wenn mir mein Körper schließlich einen dicken Strich durch Rechnung machte: Just zum Turnier hin wurde ich krank.

Mein Gesundheitszustand hat sich seitdem natürlich wieder normalisiert, dafür machen mir jetzt andere Geschehnisse zu schaffen. So wurden am Wochenende ja bekanntlich die Uhren umgestellt, und auch ich wollte dieses Mal auf Nummer sicher gehen. Entsprechend professionell hab ich die Uhr meines I-Phones bereits am Abend um eine Stunde nach vorne gestellt, um auf keinen Fall unsere Abfahrt zum Flughafen um 04.15 Uhr zu verschlafen. Mission mehr als erfüllt! Schließlich stand ich bereits um 03.15 an der Hotel Reception und wartete (natürlich) vergeblich auf Dirk, da mein I-Phone in der Nacht selbständig auf den Sommerzeit-Modus gewechselt, sprich noch einmal eine Stunde nach vorne geschaltet hatte. Somit verbrachte ich also eine ganze Stunde wartend in der Hotellobby, anstatt in meinem Bett noch ein wenig durch die kurze Nacht zu schlummern.

In Frankfurt angekommen, wartete auch schon der nächste Tiefschlag, hatte doch meine Tasche die Reise scheinbar nicht mit in Angriff genommen. Leider fehlt von ihr auch jetzt noch jede Spur, was in all den Jahren zuvor noch nie vorgekommen ist. Von daher muss ich mir wohl echt Sorgen machen und kann nur hoffen, dass sie irgendwo wieder auftaucht.

Zumindest für Turniere würde ich sie in den kommenden zwei Wochen jedoch nicht benötigen, schließlich stehen jetzt erst mal Training sowie ein kurzer Abstecher zu meinen Eltern nach Nordhorn auf dem Programm. Dort werde ich dann zum ersten Mal seit Weihnachten auch meinen Bruder Philipp wieder sehen, so dass wir bestimmt eine tolle Zeit verbringen werden.

Ich hoffe, das gilt auch für euch…;-)

Liebe Grüße
Anna

P.S. Natürlich könnt ihr auch weiterhin auf Twitter verfolgen, was bei mir gerade ansteht: @Annagroenefeld


09.11.2010, Nordhorn

Hallo zusammen!

Ich weiß, ich weiß – seit meinem letzten Eintrag ist eindeutig zu viel Zeit vergangen. Aber besser spät als nie, wie es doch so schön heißt ;-)

Seit gestern Abend bin ich zu Hause in Nordhorn, nachdem ich noch am Sonntag zusammen mit Kristina (Barrois) in Ismaning im (erfolgreichen) Doppel-Endspiel gestanden  habe. Jetzt heißt es erst einmal eine Woche lang entspannen und mental ein wenig abschalten, die letzten Wochen und Monate waren ja auch nicht einfach. Dabei hatte das Jahr gut begonnen und ich konnte mich von Woche zu Woche steigern, ehe mich der Ermüdungsbruch weit zurück geworfen hat. Leider habe ich dann nach meiner Rückkehr den Tritt überhaupt nicht mehr wieder gefunden, so dass diese Saison ganz und gar nicht nach meinen Vorstellungen verlaufen ist. Immerhin gab es zum Abschluss mit dem Sieg in Ismaning noch einmal ein Erfolgserlebnis. Jetzt eine Woche neue Kraft und Zuversicht tanken - und dann mit Vollgas in die Vorbereitung für 2011! 

Apropos Vollgas: Morgen bekomme ich eine neues Auto! BMW-Helming aus Lingen unterstützt mich ab sofort mit einem BMW X1. Ich freue mich schon riesig darauf, ab morgen mit meinem weißen Flitzer unterwegs zu sein ;-)

Ansonsten werde ich die Tage zu Hause natürlich dazu nutzen, wieder einmal meine Freunde zu sehen. Zum Abschluss steht dann am Freitag noch ein Beauty-Tag „Deluxe“ an. Welche Frau wird da nicht neidisch… ;-)

In diesem Sinne – bis zum nächsten Mal! Und natürlich könnt ihr euch nach wie vor auf Twitter darüber informieren, was bei mir gerade so alles passiert.

Liebe Grüße
Anna


17.05.2010, Saarbrücken

Hallo!

Schon wieder sind einige erlebnisreiche Wochen vergangen. Neben vielen schönen Erlebnissen musste ich dabei auch ein paar Rückschläge verkraften…

Die erste Enttäuschung setzte es gleich zu Beginn, beim Fed Cup in Frankfurt. Wie ihr bestimmt alle wisst, haben wir gegen die Französinnen unglücklich mit 2:3 verloren und sind somit in die Weltgruppe II abgestiegen. Nun gilt es also im neuen Jahr erneut sich wieder nach oben zu arbeiten, was wir ja in der Vergangenheit auch schon das eine oder andere Mal geschafft haben. Natürlich hoffe ich, dann auch wieder selbst eingreifen zu können.

Im Anschluss an die Tage in Frankfurt stand erneut eine MRT-Untersuchung meines linken Fußes an. Leider fiel das Ergebnis dabei nicht so positiv aus, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte, so dass ich weiterhin pausieren muss. Nach Besuchen bei weiteren Ärzten darf ich mich jetzt aber immerhin wieder langsam an mein gewohntes Pensum herantasten, zumindest so lange, wie ich keine Schmerzen verspüre. Meine Krücken sowie meinen geliebten Schuh habe ich daraufhin gleich mal zur Seite gestellt und hoffe natürlich, dass dies auch so bleibt. Ich darf jetzt einfach nicht zu ungeduldig und unvorsichtig sein, dann wird das schon.

Entsprechend haben wir’s die ersten Tage danach auch ein bisschen ruhiger angehen lassen. Meine Mama kam mich besuchen und wir haben gemeinsam ein paar schöne Tage in Saarbrücken verbracht. Ihr könnt euch sicher vorstellen, was das Ergebnis war: viel Spaß und eine Wohnung, die schöner blitzt und glänzt als vorher! J

Direkt anschließend sind wir gemeinsam nach Nordhorn gefahren, wo ich dann auch übers Wochenende geblieben bin. Dort gab es eine sehr lustige Shoppingtour mit Mama im Bettenlager; ihr war es eher unangenehm, aber ich musste mich natürlich totlachen. Auch das schon traditionelle Treffen mit meiner Freundin durfte natürlich nicht fehlen, und dieses Mal hab ich sogar eine berufliche Alternative für die Zeit nach meiner Tennis-Karriere kennen gelernt: den Beruf des Golfball-Tauchers… :-)

Sonntagmorgen hab ich meine Mama noch auf ein schönes Muttertags-Frühstück eingeladen, ehe es zurück nach Saarbrücken und den dort wartenden Trainingsalltag ging. Die beiden vergangenen Wochen waren dann bereits wieder „Business as usual“ angesagt, d.h. Reha, Kondition, Kraft und leichtes Schlagtraining. Die nächsten Wochen über wollen wir uns jetzt Schritt für Schritt steigern, so dass ich – wenn alles optimal läuft – in Wimbledon an den Start gehen kann. Darauf hoffe ich immer noch – Anfang Juni steht der nächste MRT an. ;-)

Ganz liebe Grüße
Anna


19.04.2010, Frankfurt am Main

Hallo zusammen!

Ich melde mich diese Woche aus Frankfurt, wo am Wochenende die Fed Cup Begegnung gegen Frankreich auf dem Programm steht. Bekanntermaßen kann ich zwar leider nicht mit spielen, dennoch werde ich die gesamte Woche über beim Team bleiben und es nach Leibeskräften unterstützen. Ich freue mich auf eine tolle (und hoffentlich auch erfolgreiche) Woche und darauf, mal ein bisschen Abwechslung vom Reha- und Trainingsalltag zu bekommen.

Zuhause in Saarbrücken verbringe ich meine Tage nach wie vor nach dem immer gleichen Muster – mit Training und Vorbereitung für mein Comeback. Ich hoffe jedoch, schon bald auf die Dienste meines neuen Co-Trainers „Susi 1000“ (ich will hier ja keine Werbung machen! ;-)) verzichten zu können, denn am Dienstag, den 27. April steht eine weitere Untersuchung meins lädierten Fußes an. Es wäre toll, wenn ich dann wieder richtig loslegen könnte.

Zuletzt stand bei mir vor gut zehn Tagen mal was Anderes als „Trockentraining“ auf dem Programm. An dem Tag war ich quasi Gast bei meiner eigenen Pressekonferenz, die mein neuer Bundesligaverein, der TC WattExtra Bocholt, aus Anlass meiner Vorstellung organisiert hatte. Ich glaub’, ich hab’ mich ganz gut geschlagen, auch wenn ich gegen Ende ein wenig müde wurde. Immerhin war ich um 04.00 aufgestanden, um mit dem Zug nach Frankfurt zu fahren, wo mich mein Manager dann zur Weiterfahrt nach Bocholt abholte.

Im Anschluss an die Pressekonferenz fuhr ich übrigens mit meinem neuen Auto – einem weißen Seat Leon – zurück nach Saarbrücken. Meine Eltern hatten ihn kurzerhand für mich nach Bocholt „chauffiert“, nachdem ich meinen Subaru wieder abgeben musste. Der Leon ist ja ein alter Bekannter von mir, und er hat mir schon vor zwei Jahren sehr gut gefallen.

Das vergangene Wochenende habe ich schließlich noch ein wenig dazu genutzt, die ersten Sonnentage zusammen mit Freunden zu genießen. Es wäre toll, wenn wir auch diese Woche in Frankfurt auf ähnliches Wetter zählen könnten. Auf jeden Fall werde ich euch über alles rund um den Fed Cup auf dem Laufenden halten!

Macht’s gut & viele Grüße,
Eure Anna


06.04.2010, Saarbrücken

Hallo!

Ich dachte, es ist wieder mal an der Zeit für ein ausführliches Update aus meinem Leben. Die letzten Wochen habe ich vorwiegend damit verbracht viel zu trainieren – natürlich ohne dabei meinen linken Fuß zu belasten. Das Trainingspensum hat ungefähr den gleichen Umfang wie sonst auch, aber mit anderen Schwerpunkten aufgrund meiner Verletzung. Unter anderem bin ich im Moment fast jeden Tag im Wasser und mache fleißig Aqua-Jogging. Zuletzt hatte ich diesbezüglich im Rahmen der Saisonvorbereitung im Dezember das Vergnügen und hatte mich schon gefreut, dass ich jetzt erst mal ein ganzes Jahr Ruhe haben werde…

Unglücklicherweise sieht es aktuell auch so aus, als ob mich das nasse Element noch eine Weile begleiten wird. Die MRT-Untersuchung vor einer Woche hat leider keine großen Verbesserungen festgestellt, so dass ich schweren Herzens auf die Teilnahme am Fed Cup und in Stuttgart werde verzichten müssen. Natürlich werde ich trotzdem in Frankfurt mit dabei sein und das Team unterstützen, aber ich selbst kann im Moment halt noch kein „richtiges“ Tennis spielen. Immerhin schlage ich seit letzter Woche wieder Bälle aus dem Stand – ein kleiner Schritt vorwärts. 

Dadurch, dass ich aufgrund meiner Verletzung im Moment nicht auf Tour bin, habe ich wenigstens die Möglichkeit, ein paar andere Dinge zu erledigen, für die ich normalerweise keine Zeit habe. So war ich inzwischen bereits zwei Mal zu Hause in Nordhorn und habe es mir bei meiner Familie gut gehen lassen. Wenn ich mich richtig erinnere, war ich zuletzt vor acht Jahren an Ostern zu Hause. Diese Gelegenheit habe ich dann auch gleich dazu genutzt, um mir ein neues Auto auszusuchen. *Freude*

Ansonsten war nicht allzu viel los. Die Volleyballsaison von Natalie ist ja leider bereits vorbei, aber immerhin geht’s für unsere Fußballer vom 1. FCS noch ein paar Wochen um die Wurst. Zudem möchte ich die Zeit nutzen, um ab und zu ins Kino zu gehen, denn im Moment laufen eine Menge guter Filme. In Shutter Island war ich bereits und er hat mir – mal abgesehen vom ziemlich verwirrenden Anfang – echt gut gefallen.

Wie es bei mir weitergeht und wie die Heilung meines Fußes verläuft, könnt ihr wie immer bei Twitter und hier auf meiner Website erfahren. Hoffentlich kann ich euch in Kürze dann auch mitteilen, wo und wann genau ich wieder ins Turniergeschehen eingreifen werde.

Bis dahin und macht’s gut!

Eure Anna


16.03.2010, Saarbrücken

Hallo alle zusammen,

wieder einmal bin ich zurück in Saarbrücken, aber wie ihr sicher wisst ungewollt. Ich wäre jetzt viel lieber in Indian Wells, jedoch hat mir mein linker Fuß einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

Bereits in den vergangenen zwei Wochen hatte ich immer wieder starke Schmerzen in meinem Fuß. In der Vergangenheit wurde dies durch Behandlungen immer besser, nur leider dieses Mal nicht. Deswegen wollte ich wissen was los ist und habe in Indian Wells eine MRT Untersuchung machen lassen. Tja, und wie ihr sicher alle mitbekommen habt, wurde ein Ermüdungsbruch in meinem linken Fuß festgestellt.

Einerseits war ich im ersten Moment ziemlich enttäuscht, dass ich deswegen für mehrere Wochen pausieren muss. Andererseits bin ich froh, dass die Verletzung jetzt festgestellt wurde, denn der Arzt meinte, wenn der Fuß richtig gebrochen wäre, hätte es mit einer Rückkehr nicht gut ausgesehen! Jetzt versuche ich einfach das Positive zu sehen und nach Vorne zu schauen. Das Training ist dadurch natürlich stark eingeschränkt. Vergangenen Freitag war ich allerdings bereits im geliebten Wasser und werde dort auch nächste Woche sehr viel Zeit verbringen!

Zuletzt komme ich nun aber zu den schöneren Erlebnissen der letzten Wochen, denn schließlich gab es auch davon Einige. In Monterrey (Mexiko) haben Vania (King) und ich ja zusammen im Doppelfinale gestanden. Wir hatten große Chancen zu gewinnen, aber am Ende haben wir knapp verloren. Ansonsten hatten wir die Woche über jede Menge Spaß! Einige Bilder habe ich für euch bei Twitter hochgeladen, damit ihr sie euch einsehen könnt. Weniger schön war dann der Flug von Monterrey nach Houston! Durch das schlechte Wetter hat das Flugzeug sehr stark gewackelt, so dass Dirk und ich erleichtert waren, als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

In den kommenden Wochen werde ich euch hier über meine Website und bei Twitter immer wieder mal berichten, wie es mir geht und welche Fortschritte die Heilung meines Fußes macht.

Bis bald & macht’s gut!

Eure Anna


19.02.2010, Saarbrücken

Hello!

…und schon wieder bin ich zurück in Saarbrücken. Für einmal bin ich aber nicht im Stress und schon wieder mit Vorbereitungen für die nächste Reise beschäftigt, sondern kann die paar Tage hier fast schon entspannt genießen. Schließlich ist auch die Rückreise aus Dubai gestern angenehm verlaufen. Zu guter Letzt wurde unsere Flughafenfahrt vom Terminal zum Parkhaus sogar noch zum richtigen Erlebnis – unserem Fahrer sei dank!

Nun bin ich also wieder hier. Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, hatte ich in Dubai eigentlich eine ganz erfolgreiche Woche. Ich hab richtig gut gespielt und das Match gegen Azarenka hat mir gezeigt, wo ich stehe. Darauf kann ich aufbauen – und gibt mir auf jeden Fall eine gehörige Portion Motivation für die kommenden Wochen.  

Besonders gefreut hat mich auch, dass Dirk’s Frau Natalie und der kleine Gabriel in Dubai mit vor Ort waren. Von mir aus kann das ruhig zur Regel werden, denn jedes Mal wenn die Beiden mit dabei sind, spiele ich ein gutes Turnier. Viel Spaß hatte ich zudem auch auf der Spielerparty, welche ich zusammen mit Andrea (Petkovic) besucht habe. In Dubai ist es wirklich immer speziell, aber wenn ihr meine Tweets verfolgt habt, wisst ihr das ja eh schon…

Die kommende Woche werde ich jetzt hier in Saarbrücken verbringen, wobei sicherlich auch Zeit übrig bleiben wird, um ein paar schöne Dinge zu unternehmen. Morgen werde ich zum Bespiel Natalie beim Volleyball unterstützen, dazu hatte ich diese Saison bislang noch keine Gelegenheit. Und am Freitag geht es dann weiter nach Monterrey, wo der Auftakt zur Amerikatour mit Indian Wells und Miami auf dem Programm steht. Ich hoffe mal, dass die Lufthansa-Piloten ihren Streik bis dann beendet haben werden.

Macht’s gut!
Eure Anna

P.S. Bei Twitter halte ich euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden!


09.02.2010, Saarbrücken

Hallo alle zusammen!

Sicher habt ihr es schon mitbekommen, dass es am Wochenende am Ende leider nicht für einen Gesamtsieg gegen Tschechien gereicht hat. Natürlich bin ich darüber enttäuscht, aber mit meinen beiden Einzelsiegen bin ich absolut zufrieden. Ich habe super gespielt!

Die vergangene Woche hat schon nicht rund angefangen, als wir am Frankfurter Flughafen fest saßen. Wegen des schlechten Wetters sind wir verspätet abgeflogen, aber erst nachdem wir dreimal das Gate wechseln mussten. Deswegen kamen wir Montags erst sehr spät in Brünn an und konnten leider nicht mehr trainieren. Doch danach lief alles glatt.

Wir hatten wie jedes Mal beim Fed Cup einen riesigen Spaß die ganze Woche über, wie ihr auch auf dem Foto sehen könnt! Als es am Samstag dann mit der Nationalhymne losging, mussten wir uns schon sehr zusammenreißen, denn der Sänger hat uns doch sehr an Sarah Connor erinnert! ;-)

Anschließend nahm wie gesagt alles seinen Lauf. Andy (Petkovic) konnte leider nicht ihr ganzes Potential abrufen, aber das nächste Mal sieht das bestimmt schon wieder ganz anders aus! Zu guter Letzt ging dann auch noch ein Virus herum und hat erst Mike (unseren Fitnesstrainer) und dann auch Andy voll erwischt. Gott sei dank bin ich verschont geblieben!

Jetzt versuche ich natürlich meine guten Leistungen vom Fed Cup in Dubai fortzusetzen. Dort ist nämlich mein nächstes Turnier und ich werde heute Abend schon hinfliegen. Deswegen sitze ich wieder einmal mehr hier zu Hause und bin am Kleidung waschen, sortieren und packen für die anstehende Reise. Ich hoffe, sie wird erfolgreich!

Bis zum nächsten Mal!
Eure Anna


01.02.2010, Saarbrücken

Hallo!

Ich sitze gerade zu Hause in Saarbrücken und schaue nach draußen in die Schneelandschaft…sieht sehr schön aus und gefällt mir richtig gut. Seit ich aus Australien zurück bin, habe ich den Schnee wirklich genossen – nachdem ich den ersten Kälteschock am Frankfurter Flughafen überstanden hatte ;-)

In Australien ist es ja leider sportlich nicht ganz nach Wunsch gelaufen. Natürlich war ich enttäuscht, aber jetzt schaue ich eigentlich nur noch nach vorne. Ich freue mich, dass es morgen endlich wieder zum Fed Cup geht, wo wir am Wochenende in der Tschechei antreten werden. Ich glaube wir haben gute Chancen, auch wenn es sicher nicht einfach werden wird. Wünscht uns Glück!

Ansonsten beinhaltete natürlich auch meine Rückreise aus Australien ihre fast schon traditionelle Episode aus „Pleiten, Pech und Pannen“ - wie bislang immer mit glücklichem Ausgang. Wir waren gerade in Frankfurt angekommen und wollten mit dem Terminalbus los, als uns Dirk’s Vater anrief, dass er uns doch abholen komme. Wir also schnell alle unsere Taschen wieder rausgeschafft, aber natürlich blieb meine Handtasche mit sämtlichen Wertsachen liegen. Zum Glück waren meine Eltern im selben Bus geblieben, so dass sie die Tasche mitnehmen und mir unversehrt wieder zurückgeben konnten.

Gestern waren dann erstmal meine Qualitäten als Babysitterin gefragt, damit Dirk und Nathalie ein wenig Tennis spielen konnten. Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, hat das viel Spaß gemacht, wobei ich Gabriel ein dickes Lob aussprechen muss: Er war super brav!

Am Abend stand dann schließlich noch eine Runde Bowling mit Freunden auf dem Programm. Zum Sieg hat es zwar nicht gereicht, dafür hat es umso mehr Spaß gemacht. Zwischendurch drohte zwar Gefahr von der Nachbarbahn, wo die Kugeln nicht nur auf den dafür vorgesehenen Bahnen rollten,  aber wir haben auch das sicher überstanden. Nach einer herausfordernden Heimfahrt auf glatten Straßen kam ich schießlich heil und gesund wieder zu Hause an.

Bis zum nächsten Mal…und drückt uns am WE die Daumen!


Liebe Grüße
Anna


13.01.2010, Sydney

Hallo und sonnige Grüße aus Sydney!
Ich befinde ich mich jetzt seit knapp zwei Wochen in Australien, und bereite mich auf die Australian Open vor. In Sydney nutze ich quasi jede Minute auf dem Platz, um mir zusätzliche Matchpraxis zu  besorgen – vier Matches, vier mal über drei Sätze!  Nach drei Siegen in der Quali bin ich dann in der 1. Runde des Hauptfeldes zwar ausgeschieden, dafür stehe ich zusammen mit Vania aber im Doppel-Halbfinale. Mit ihr werde ich dieses Jahr größtenteils zusammen spielen. Morgen geht es jetzt erstmal um den Einzug in unser erstes Endspiel der neuen Saison.

Wie erwähnt, sind wir mittlerweile seit knapp zwei Wochen in Australien, genauer gesagt seit dem 1. Januar um 00.20 Uhr. Somit habe ich zum ersten Mal Silvester in der Luft gefeiert, zusammen mit Dirk und meinen Eltern, die dieses Jahr zu meiner Freude auch mit dabei sind. Im gleichen Flieger waren dann auch Andrea Petkovic und ihr Vater, so dass wir alle zusammen aufs neue Jahr angestoßen haben.

Seitdem sind die Tage im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug vorbeigezogen. Nach den vielen Matches der letzten Tage haben wir heute ganz bewusst einen freien Tag gemacht, den ich auch prompt zu nutzen wusste. Erst ging es morgens zu einer deutschen Bäckerei, bei der man richtig leckere deutsche Brötchen bekommt und anschließend weiter zum Shopping mit meinen Eltern. An dem Punkt hat Dirk sich dann verabschiedet…;-) Zu dritt haben wir schließlich noch eine kleine Bootstour gemacht und jetzt liege ich in meinem Hotelzimmer und ruhe mich noch ein wenig aus.

Zum Schluss möchte euch noch eine kleine Erinnerung mit auf den Weg geben: Ab nächster Woche blogge ich fürs Tennis Magazin wieder von den Australian Open. Also, drückt mir die Daumen und schaut mal vorbei, wenn ihr Zeit habt!

Macht’s gut!
Anna


14.12.2009, Saarbrücken

Liebe Grüße aus Saarbrücken!
Seit Dienstag bin ich wieder zurück im schönen Saarland, nach dem ich zuvor eine Woche auf den ebenfalls sehr schönen (jedoch viel wärmeren) Bahamas verbracht habe. Ja, bei täglich 30 Grad ließ es sich echt gut aushalten, auch wenn meine Reise anfänglich unter keinem guten Stern stand.

Nach einem problemlosen Flug inkl. Upgrade von Frankfurt nach Miami begab ich mich gut gelaunt zum Check-in von Bahamas Air für den Flug nach Nassau. Knapp ein halbes Dutzend Menschen standen vor mir in der Schlange, also eigentlich alles kein Problem. Für gewöhnlich checken Fluggäste allerdings auch keine Fernsehgeräte, Bürostühle, etc. ein, was die gesamte Prozedur natürlich extrem verzögerte. Schließlich stand ich nach über einer Stunde endlich vorne am Counter als man mir mitteilte, dass für mein Gepäck leider kein Platz mehr im Flieger sein würde. So kam es also, dass ich erstmal ohne meine Rackets, Kleider, etc. auf den Bahamas landete, ehe meine Taschen später doch noch ins Hotel nachgeliefert wurden.

Für den Rest der Woche herrschte dann voller Betrieb. Neben dem offiziellen Programm mit Clinics, Schaukämpfen, Pro-Ams und abendlichen Empfängen nutzte ich die Gelegenheit, meinen Trainigsplan in warmen Gefilden umsetzen zu können, denn schließlich wollte ich nach meiner Rückkehr keine körperlichen Defizite aufholen müssen. Das hat dann auch ganz gut geklappt und ich fand sogar noch Zeit, die Rutschen im hoteleigenen Wasserpark zu testen und ein Konzert von Carrie Underwood (American Idol Gewinnerin) zu besuchen. Insgesamt erlebte ich eine wirklich tolle Woche mit viel Spaß und hoffe wirklich, im nächsten Jahr von Mark wieder eingeladen zu werden.

Zurück in Deutschland hatte ich gleich nach meiner Ankunft meinen nächsten Termin. Und zwar stand in Frankfurt ein Photoshooting an, dessen Ergebnisse ihr zum Teil auch schon bald auf meiner Webseite werdet bestaunen können. Nach dem langen Flug war ich zwar verständlicherweise noch etwas müde, bin aber trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis des Termins. Ein erstes Foto wurde am Tag darauf übrigens auch schon in einer großen Frankfurter Zeitung veröffentlicht J

Seit Mittwoch bin jetzt also wieder in Saarbrücken und habe sogleich das volle Training aufgenommen. Diese Woche steht dabei ein Fed Cup Lehrgang mit viel Matchtraining auf dem Plan, worauf ich mich freue. Es bringt Abwechslung und natürlich ist es auch immer wieder lustig, mit den anderen Mädchen zusammen zu kommen. Nach meinen zwei Siegen in den Spielen für den TCM Denain bin ich gespannt, ob ich mich auch in den Trainings gegen meine Teamkolleginnen behaupten kann.

Am Wochenende war übrigens auch wieder einmal beim Fußball. Der 1. FCS ist ja Herbstmeister und hat seine gute Form auch gleich in die Rückrunde mitgenommen. Wenn die Jungs so weitermachen, klappt das mit dem Aufstieg, was mich aber natürlich ganz besonders Dirk sehr freuen würde ;-). Zum Wochenschluss war dann noch ein wenig Waldlauf angesagt, der in der winterlich-verschneiten Landschaft richtig Spaß gemacht hat. Wer hätte gedacht, dass ich das jemals sagen würde ;-) 

Bis Bald & (falls ich es vor den Festtagen nicht mehr schaffen sollte)

Ganz wunderbare Weihnachtstage an euch alle!
Eure Anna


27.11.2009, Saarbrücken

Hallo und vor-weihnachtliche Grüße aus Saarbrücken! Ich hoffe, euch geht es gut!? Bei mir ist alles Bestens, außer dass ich momentan ziemlich geschafft auf der Couch bei mir zu Hause sitze und mich von den Strapazen der ersten drei Wochen Saisonvorbereitung versuche zu erholen. Die ist bislang echt super angelaufen.

Natürlich habe ich mir in den vergangenen Wochen auch den einen oder anderen Muskelkater geholt, aber das gehört einfach dazu. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem, was wir im ersten Teil der Vorbereitungen erreichen konnten und bin sicher, dass wir auch in den kommenden Wochen weiter richtig Gas geben werden, um möglichst optimal in die neue Saison zu starten. Erst mal ist jetzt allerdings eine Woche Bahamas angesagt, wo ich zusammen mit Mark (Knowles) seine Charity unterstützen werde. Natürlich bleibt da auch noch genug Zeit um ein wenig zu relaxen und um in der warmen Sonne zu trainieren – ich freue mich richtig auf die kommenden Tage!

Vorerst geht es aber morgen noch einmal nach Frankreich, wo ich für den TCM Denain in der französischen Hallenmeisterschaft im Einsatz stehe. Unser Auftaktspiel haben wir letzten Sonntag in Paris gleich mit 6-0 gewonnen, wozu ich dann natürlich auch jeweils einen Sieg im Einzel und im Doppel beisteuern konnte. Dieses Wochenende kann es also ruhig so weiter gehen, d.h. solange ich nach dem Match nicht wieder in Frankreich festsitze…

Nachdem unser schneller Erfolg über den Tennis Club de Paris nämlich in mir schon Hoffnungen geweckt hatte, eventuell sogar früher als geplant aus Paris zurückkehren zu können, machte mir ein Unfall im Stadtgebiet doch noch einen dicken Strich durch die Rechnung. Während fast drei Stunden war der gesamte Bahnverkehr lahm gelegt, und erst als es schon längst kalt und dunkel geworden war, ging die Reise doch noch weiter. Schließlich kam ich dann mit mehr als zwei Stunden Verspätung in Metz an, wo mich Nico netterweise auch zu der späten Stunde abholte. Vorsichtshalber fahre ich jetzt morgen mit Kristina (Barrois) nach Lille und wieder zurück, denn eine solche Verzögerung kann ich mir mit Blick auf den am Montagmorgen anstehenden Flug auf die Bahamas dieses Mal nicht erlauben.

Ansonsten war ich in den letzten Wochen eigentlich stets beschäftigt, so dass ich nur wenig Zeit für anderes hatte. Immerhin hat es wieder einmal für einen Besuch beim 1. FC Saarbrücken (souveräner Sieg!), sowie ein heißes Badmintonduell mit Natalie gereicht. Zudem war ich als Gast bei Kiwis (Nicolas Kiefer) „Kindertraum“ Charity dabei, was mir riesigen Spaß gemacht hat. Neben diversen anderen Aktivitäten spielte ich ein bisschen Einzel gegen Andi Beck sowie zum Abschluss ein gemischtes Doppel mit Andi, Kiwi und Alexandra Kamp. Im nächsten Jahr werde ich – sofern ich wieder gefragt werde – gerne wieder mit dabei sein und so mithelfen, Kindern ihre größten Wünsche zu erfüllen.

Liebe Grüße & bis bald!
Anna


09.11.2009, Saarbrücken

Hallo alle zusammen!

Die letzten Wochen waren ganz schön ereignisreich, so dass ich euch nicht mehr länger auf die Folter spannen möchte ;-) Nach dem Saisonende in Luxemburg ging es nämlich erst mal auf große Familien-Besuchstour:

Den Anfang machte dabei der Geburtstag meiner Tante in Forchheim. Zum ersten Mal seit langer Zeit hatte ich wieder einmal die Gelegenheit, bei einer großen Feier mit der gesamten Familie dabei zu sein. Umso mehr habe ich den Tag dann auch genossen, es hat richtig Spaß gemacht!

Am nächsten Tag ging es weiter nach Hannover, wo ich meinen Bruder Philipp besucht habe. Natürlich ließ ich es mir bei der Gelegenheit nicht nehmen, zum ersten Mal mit ihm zu fliegen. Bereits seit Januar hat er ja seinen Flugschein aber erst jetzt hatte ich die Gelegenheit, mir von ihm Hannover von oben zeigen zu lassen. Ein tolles Erlebnis – auch wenn das Wetter an diesem Tag nicht optimal gewesen war. Quasi zum Ausklang besuchten wir am Abend dann noch ein Musikkonzert, bevor es am nächsten Tag weiter nach Göttingen ging.

Dort besuchte ich meinen zweiten Bruder Bastian, der in Göttingen seit einigen Jahren studiert. Unter anderem sahen wir uns den Kinofilm über Michael Jackson an, der mir echt gut gefallen hat, bevor ich nach zwei schönen Tagen schließlich weiter nach Nordhorn zu meinen Eltern fuhr.

In Nordhorn war dann erstmal die Zeit der großen Feierlichkeiten angebrochen. Nacheinander feierten wir erst den Geburtstag meines Vaters, dann den meiner besten Freundin Elisa und schließlich organisierten die Stadt, der Landkreis und mein Heimatverein auch noch einen Empfang aus Anlass meines Wimbledonsieges im Juli. Es war also ganz schön was los, aber ich darf sagen, dass ich die Zeit in meiner Heimat gerne genossen habe.

Apropos genossen: Natürlich habe ich trotz der diversen Festivitäten auch ein wenig Zeit gefunden, um wieder einmal Shoppen zu gehen. Bei uns Frauen ist das ja quasi fest veranlagt und wir können uns teilweise kaum dagegen wehren. Natürlich ist das auch bei mir nicht anders…

Kurz vor dem Ende meines Abstechers nach Saarbrücken wurde ich schließlich noch nach Köln eingeladen, wo ich ins Deutsche Sport- und Olympiamuseum aufgenommen worden bin. Dank meinem Wimbledonsieg mit Mark (Knowles) kann man mich – sprich mein Outfit und meinen Schläger vom Endspiel – jetzt also im Museum bewundern und ich kann euch eigentlich nur empfehlen, da bei Gelegenheit mal vorbei zu schauen. Gerade für Sportfans ist das Museum ein echtes Erlebnis – mir hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen!

Nun bin ich seit ein paar Tagen wieder zu Hause in Saarbrücken und habe mich erstmal reorganisiert, bevor es gestern wieder mit der Vorbereitung auf die neue Saison losging. Ich freue mich richtig darauf wieder Tennis zu spielen und blicke optimistisch auf die nächsten Wochen. Unter anderem werde ich die Vorbereitung dazu nutzen, um einige Schläger zu testen, denn die Firma Fischer hat sich ja aus dem Tennissport zurückgezogen. Ab Januar werde ich also mit einer neuen Racketmarke auflaufen.

Ansonsten genieße ich jetzt erst Mal die Gelegenheit, endlich ein paar Wochen am Stück zu Hause verbringen zu können. Bezüglich der Vorbereitung werde ich euch natürlich auf dem Laufenden halten – auch, was einen möglichen Muskelkater angeht ;-)

Bis zum nächsten Mal!
Eure Anna


05.10.2009, Peking

Nihao ;-)

Wie ihr wahrscheinlich wisst, befinde ich mich gerade in Peking, wo diese Woche die China Open auf dem Programm stehen. Nach meinen gestrigen Einsätzen im Einzel (Niederlage) und im Doppel (Sieg) ist es heute etwas ruhiger, so dass ich die Zeit für ein kurzes Update meiner bisherigen Asienreise nutzen kann. Immerhin sind wir jetzt schon die dritte Woche in Fernost unterwegs…

Angefangen hat alles in Seoul, wo ich zum Auftakt gleich sehr erfolgreich und ausdauernd gespielt habe. Jedes Match hat mindestens zweieinhalb Stunden gedauert, ehe ich dann im Halbfinale ausgeschieden bin. Natürlich in drei Sätzen ;-)

Kein Wunder, also, dass ich in Tokio nicht ganz so frisch auf dem Platz stand. Am Sonntag angekommen, musste ich gleich Montag früh wieder ran und war dann doch einigermaßen müde. Dazu muss ich sagen, dass Katerina (Bondarenko) auch sehr gut gespielt hat und so kam es, dass unser Abstecher nach Japan schon nach drei Tagen wieder beendet war.

Seit dem vergangenen Mittwoch sind wir jetzt in Peking und sind bislang doch einigermaßen überrascht von dem guten Wetter, das hier herrscht. Nach den ersten beiden Tagen mit Sonnenschein pur und ohne Smog haben wir schon gewitzelt, dass die Chinesen wieder mal was in die Luft gespritzt haben, um für gutes Wetter zu sorgen. Quasi passend zur 60-Jahr Feier am 1. Oktober.

Ganz interessant war übrigens auch die Fahrt vom Flughafen ins Hotel. Nach einer halbstündigen Rundfahrt standen wir plötzlich wieder am Flughafen – unserem Fahrer waren wohl kurzfristig die Ortskenntnisse abhanden gekommen. Schließlich schaffte er es aber doch noch, uns sicher in die City zu fahren.

So, jetzt hoffe ich, unsere Asienreise noch mit einem guten Doppelergebnis abrunden zu können. Bei nächsten Mal melde ich mich dann wieder aus Europa, wo ich die Saison mit Turnieren in Linz und Luxemburg beenden werde.

Liebe Grüße
Anna


16.09.2009, Saarbrücken

Hallo zusammen, lange Zeit ist’s her. Vielleicht habt ihr in der Zwischenzeit ja den Tennis Magazin Blog von den US Open gelesen und seid so ein klein wenig auf dem Laufenden geblieben. Falls nicht habt ihr sicherlich mitbekommen, dass es für mich in New York diesem Jahr nicht mehr so gut gelaufen ist. In allen drei Bewerben war etwas früher Schluss als ich gehofft hatte, allerdings muss ich auch anerkennen, dass meine Gegner durchs Band stark gespielt haben.

So bin ich dann also am letzten Dienstag nach Deutschland zurückgekommen und gleich weiter zu meinen Eltern nach Nordhorn gefahren. Dort konnte ich ein paar Tage entspannen nachdem klar war, dass ich nicht selbst nach Frankfurt fahren musste, um unsere Visa für das Turnier in Tokio zu besorgen. Die „gewonnene“ Zeit habe ich dann dazu genutzt, mich unter anderem mit meiner Freundin zu treffen. Wir stehen zwar auch sonst regelmäßig in Kontakt, jedoch ist ein persönliches Wiedersehen doch um einiges einfacher und vor allem auch schöner. Zum Abschluss meines „Heimaturlaubs“ war ich schließlich noch mit meinen Eltern lecker essen.

Zurück in Saarbrücken stand dann auch schon wieder Training auf dem Programm. Die letzten Tage habe ich mich auf die morgen beginnende Asienreise mit Turnieren in Seoul, Tokio und Peking vorbereitet und sonst noch so einiges erledigt. Unter anderem war ich bei der Kosmetikerin und habe mich dort ein wenig verwöhnen lassen. Schließlich muss das ja auch mal sein ;-)

Zum Abschluss meiner Vorbereitungen kam heute Morgen noch Benni (Becker) beim Training vorbei. Ein echter Härtetest und dazu noch eine überraschende Abwechslung vor dem Abflug morgen.

So, jetzt muss ich noch rasch den Abwasch erledigen…

Bis zum nächsten Mal Anna


05.08.2009, Flughafen Frankfurt

Hallo zusammen! Ich sitze gerade hier am Frankfurter Flughafen und warte auf unser Boarding. Es geht nach Amerika für die US-Hartplatzsaison und natürlich hoffe ich, dabei ähnlich gute Ergebnisse zu erzielen wie zuletzt.

Nach Bad Gastein bin ich ja erst mal für ein paar Tage zu meinen Eltern nach Nordhorn gefahren und habe dort meine Schulterbeschwerden auskuriert. Da ich nicht groß trainieren konnte, hatte ich genügend Zeit für andere Dinge, welche ich dann auch prompt genutzt habe. So war ich zum Beispiel mit meiner Freundin im Kino und wir haben es auch dieses Mal geschafft, unsere eigene, kleine Tradition aufrecht zu erhalten: Schon seit dem ersten Teil, sehen wir uns alle Harry Potter Filme gemeinsam an!

Natürlich ging die Zeit wieder einmal viel zu schnell rum, und so fand ich mich schon bald in Saarbrücken wieder. Erst hatte ich beim Testspiel des FC Saarbrücken noch Schonfrist, aber schon am Tag darauf ging die Vorbereitung auf die US-Turniere los. Für den Rest der Woche stand dann Training auf dem Programm, auch wenn es am Samstag noch zu einem weiteren Kinobesuch mit meinem Freund gereicht hat. Die letzten Tage habe ich dann versucht, meine Wohnung zwischen den Trainingsblöcken auf Vordermann zu bringen, was einiges an Stress mit sich brachte. Allerdings ist es immer ein schönes Gefühl, bei seiner Rückkehr eine saubere Wohnung vorzufinden.

Macht’s gut und drückt mir die Daumen – mein Flugzeug wartet!

Liebe Grüße
Anna


21.07. 2009, Bad Gastein

Hallo und sonnige Grüße aus Bad Gastein! Ich habe heute meine erste Runde gegen Zuzana Ondraskova gewonnen und bin gut ins Turnier gestartet. Ich hoffe natürlich, dass es wieder ähnlich gut läuft wie in Palermo, immerhin konnte ich dort bis ins Halbfinale vordringen und mich gleich zu Beginn gegen Gisela für Paris revanchieren. Danach habe ich eigentlich die ganze Woche über gut gespielt, auch wenn es gegen Sara (Errani) am Ende nicht ganz gereicht hat. Pattys verletzungsbedingte Aufgabe war natürlich Pech, aber von der Leistung her kann es diese Woche ruhig so weitergehen.

Was mir aber von Palermo fast so gut in Erinnerung bleiben wird wie meine Matches, ist die große Hitze, welche die ganze Woche über in Sizilien herrschte. Da brauchte dann auch der kleine Gabriel seine erste Verletzungspause, die er aber tapfer über sich ergehen ließ. Überhaupt entwickeln sich Gabriel und Natalie zu echten Glücksbringern – immer wenn die Beiden dabei sind, spiele ich richtig gut! Eigentlich schade, dass Dirk und ich uns am Sonntag alleine auf die rund sechsstündige Autofahrt nach Österreich machen mussten…

Die Fahrt war dann aber ziemlich kurzweilig und Dirk und ich haben uns u.a. mit Michael Jackson die Zeit vertrieben. Allerdings bestand Dirk darauf, nur die schnellen Songs zu hören, denn die Langsamen sind nicht so sein Ding. Bei denen – meinte er – würd’ er gleich die nächste Brücke runterstürzen, so dass ich natürlich nix mehr sagen konnte ;-)

Während der Fahrt gab es übrigens auch noch einen kleinen „Apfelunfall“. Nach dem Essen wollte ich die Reste des Apfels mit viel Schwung aus dem Fenster werfen, hab ihn dabei aber locker noch zur Hälfte gegen den Fensterrahmen geschmissen…Dazu viel Dirk dann auch nicht mehr viel ein und ich glaube er war froh, als wir dann spät Abends heil in Bad Gastein angekommen sind J

Diese Woche „twitter“ ich übrigens für die WTA Tour. Schaut doch mal rein: www.twitter.com/sonyericssonwta

Bis zum nächsten Mal!
Eure Anna


14.7.2009, Palermo

Hallo aus Sizilien!
Als Erstes möchte ich mich heute ganz herzlich für die vielen Glückwünsche zu Wimbledon bekanken. Ich habe mich riesig über eure Gratulationen gefreut!

Nach meiner Rückkehr aus London war letzte Woche erstmal zwei Tage ausruhen angesagt. Ganz frei hatte ich aber nicht, da ich einige Interviewwünsche erfüllen musste und auch ein Foto-Termin bei meinem Partner Auto Sauer auf dem Programm stand. Ab Mittwoch hiess es dann allerdings wieder "Business as usual", und ich habe mich mit Dirk zusammen auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereitet. Bereits am Freitag stand ja in Karlsruhe eine Bundesligapartie auf dem Programm.

Beim TCR gab es übrigens auch das erste Wiedersehen mit meinen Eltern nach dem Wimbledonsieg. Das hat mich wohl gleich so beflügelt, dass ich trotz der mangelnden Spielpraxis auf Sand sowohl Einzel als auch Doppel gewinnen konnte. Am Ende des Tages stand mit dem 8-1 Erfolg gleichzeitig auch unser Ligaerhalt fest, so dass es ein rundum geglückter Tag war.

Apropos - die Begrüßung in Karlsruhe war einfach super nett. Überall auf der Anlage hingen Luftballons und es war alles richtig schön hergerichtet. Überhaupt fühle ich mich in Karlsruhe schon seit Jahren richtig wohl und es ist immer wieder schön, dorthin zurück zu kehren. Ich hoffe, dass ich auch die kommenden Spielzeiten beim TC Rüppurr spielen werde!

Am Samstag stand schließlich unsere Abreise nach Palermo an. Dirk, seine Frau Natalie, der kleine Gabriel und ich hatten uns auf eine kurzweilige Reise in den Süden Italiens eingestellt, aus der dann leider nichts wurde.
Bereits in Frankfurt gab es Verspätung und als wir in Rom landeten, mussten wir über eine Stunde auf eine Treppe zum Verlassen des Fliegers warten. Normalerweise wäre unser Anschlussflug da längst schon weg gewesen, aber für einmal schien uns das Glück im richtigen Moment hold zu sein: Auch der Flug nach Palermo hatte Verspätung! Soviel Sogar soviel, dass wir direkt noch einmal eine Stunde auf den Abflug warten mussten, und schließlich irgendwann Abends in Sizilien ankamen. Allerdings hatte unser Gepäck die gesamten Strapazen nicht mitgemacht und war irgendwo auf der Strecke geblieben...

Zum Glück wurde uns dann Alles in den darauf folgenden Tagen nachgeliefert, so dass jetzt endlich richtig losgehen kann. Nach so einer verkorksten Anreise kann es ja eigentlich nur besser werden...Gegen Gisela (Dulko) habe ich bekanntlich ja noch eine Rechnung offen!

Bis zum nächsten Mal!
Eure Anna


13.06.2009, s’Hertogenbosch

Hallo alle zusammen!

Ich hoffe, ihr habt in den vergangenen Wochen fleißig meinen Tennis Magazin Blog aus Paris gelesen. Es waren wirklich tolle Tage in der Stadt an der Seine aber mittlerweile ist schon wieder einiges passiert…

Direkt nach meiner Niederlage im Mixed-Halbfinale sind wir noch am selben Abend zurück nach Saarbrücken gefahren. Am nächsten Morgen brach ich dann schon früh in Richtung Nordhorn auf, um meinen Geburtstag zusammen mit meiner Familie zu feiern. Das war mir in den vergangenen Jahren ja nicht sehr oft vergönnt gewesen und umso mehr haben wir diesen Tag genossen. Da ich das ganze Wochenende dort blieb, hatte ich auch gleich die Möglichkeit, alle meine Geschenke persönlich in Empfang zu nehmen. Von meiner Oma, meiner Freundin, meinem Onkel und meiner Tante gab es jeweils einen Anhänger für mein Glücksarmband, so dass Dieses mittlerweile richtig schön voll ist. Jetzt hoffe ich natürlich, dass das Armband in den kommenden Wochen auch entsprechend wirkt ;-)

Unterbrochen wurde mein Abstecher nach Hause einzig durch eine kurze Stippvisite in Halle, wo ich zusammen mit Michael Stich einen Show-Kampf gegen Nicolas Kiefer und Anna Kournikova bestritten habe. Das Match hat richtig Spaß gemacht, und ich glaube, dass es auch den zahlreichen Zuschauern gefallen hat. Ich fand die Stimmung auf jeden Fall super!

Zurück in Saarbrücken stand erstmal die Vorbereitung auf die beiden Turniere in s’Hertogenbosch und Wimbledon auf dem Programm. Dirk und ich haben dazu auf einem schnellen Teppichplatz trainiert, um die Spielgewohnheiten auch Rasen möglichst genau nachzustellen. Nebenbei gab es dann noch das ein oder andere abseits des Platzes zu erledigen. So wurde u.a. mein Auto von meinem Sponsor gebrandet und dabei auch mit meiner Unterschrift versehen. Das finde ich besser, als meinen Namen direkt auf das Fahrzeug zu schreiben, denn so kann man zumindest nicht auf den ersten Blick erkennen, wer den hier die Straßen unsicher macht ;-)

Am Mittwoch war ich schließlich noch zur Taufe von Dirks Sohn Gabriel eingeladen. Der Kleine hat sich richtig tapfer gehalten und ruck zuck, waren wir auch schon alles vorbei. Anschließend gab es eine kleine Feier im TC Blau-Weiß, von der ich wohl auch die Halsschmerzen habe, die mich jetzt in Holland schon die ganze Zeit begleiten, denn das Wetter war leider nicht so toll. So richtig schlimm, ist es allerdings nicht.

Überhaupt habe ich ja auch noch zwei Tage Zeit, um mich vollständig zu erholen. Mein erster Einsatz kommt frühestens am Montag und wie ich erfahren habe, soll mein Einzel gegen Dinara sogar erst am Dienstag auf dem Tagesplan stehen. Es ist übrigens schon ein bisschen komisch, dass Monica und ich sowohl im Einzel als auch im Doppel gegen die gleichen Gegnerinnen spielen werden – Dinara und Sorana spiel quasi einen Mini-Fed Cup quasi. Das Gleiche ist mir übrigens schon im März in Monterrey passiert, ich habe als schon eine gewisse RoutineJ Allerdings hoffe ich diese Mal auf mehr Erfolg – meiner Bilanz auf Rasen könnten ein paar Siege sicher nicht schaden. 

Bis Bald,
Eure Anna


14.05.2009, Saarbrücken
Wo fang ich heute bloß an? In den letzten Wochen ist soviel passiert, dass es einiges zu berichten gibt. Am Besten, ich versuche es einfach mal der Reihe nach…

Los ging’s mit dem Fed Cup. Wie ihr ja sicher alle wisst, haben wir gegen die Chinesinnen nach einem unglaublichen Wochenende mit 3:2 gewonnen. Dabei wurde es nach einer 2:0 Führung noch einmal richtig spannend und wir konnten den entscheidenden Punkt erst im Doppel holen, in dem ich dieses Mal mit Sabine gespielt hatte. Der Sieg war sozusagen das i-Tüpfelchen auf eine unvergessliche Woche, während der wir mit dem gesamten Team sehr viel Spaß hatten. Unter anderem wurden wir zum Frauen-Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Brasilien eingeladen, wofür wir uns dann mit Karten für den Fed Cup revanchiert haben. Tolle Stimmung herrschte an beiden Veranstaltungen, wobei sich bei uns alles in einem etwas kleineren Rahmen abspielte. Dafür war Dirk nach der Geburt seines Sohnes zum ersten Mal wieder vor Ort mit dabeiJ

Von Frankfurt ging es dann noch am Sonntagabend weiter nach Stuttgart. Dort habe ich gemerkt, wie sehr einem Adrenalin helfen kann, denn nach den drei Matches vom Wochenende tat mir eigentlich alles weh. Trotzdem habe ich am Dienstag ein super Match gegen Elena gespielt, das leider in drei Sätzen verloren ging. Zu später Stunde musste ich schließlich auch noch mal im Doppel ran, in dem dann leider die Luft draußen und der Frust entsprechend groß war. Als kleine Moralspritze sind wir am nächsten Tag erstmal zu Boss shoppen gegangen, was eine willkommene Abwechslung zum Turnieralltag darstellte. Uns hat’s auf jeden Fall gefallen.

Am Samstag darauf ging es weiter nach Estoril. Zu den Estoril Open kamen erstmals auch Dirks Frau Natalie und der kleine Gabriel mit, der damit im zarten Alter von knapp fünf Wochen schon zum ersten Mal Gast im Flugzeug war. Allerdings schien ihn das wenig zu kümmern, schlummerte er doch den ganzen Flug über friedlich vor sich hin. In Estoril angekommen hatte ich dann große Mühe die 1. Runde zu überstehen und mir so das Ticket zur deutschen Meisterschaft zu sichern ;-) Ganz so war es natürlich nicht, aber mit Kristina und Sabine gleich zweimal hintereinander auf eine deutsche Spielerin zu treffen, passiert wirklich nicht alle Tage. Im Halbfinale lief es dann leider nicht mehr so rund, und ich musste eine glatte Niederlage einstecken. Estoril war trotzdem eine Reise wert, denn nach langer Zeit stand ich wieder einmal unter den letzten Vier eines WTA Turniers.

Viel Zeit zum Feiern hatte ich allerdings nicht, denn schon am Samstag musste ich in Madrid zweimal in der Quali ran. Trotz der überhasteten Anreise direkt nach meinem verlorenen Halbfinale in Estoril lief es mir sehr gut, und ich qualifizierte mich ohne Probleme für das Hauptfeld. Dort ging es dann bereits am Sonntag weiter, was meiner Form allerdings nichts anhaben konnte. Irgendwie schien mir die ganze Hetzerei gut zu bekommen, denn auch in der 1. Runde gegen Niculescu sowie im Spiel gegen Nadia spielte ich hervorragend, obwohl leider das Resultat am Ende nicht stimmte. Mit 7-6 ging der dritte Satz an Nadia und das obwohl ich im gesamten Match mehr Punkte gewonnen hatte. Immerhin habe ich gesehen, dass ich mich auch gegen die Top 10 nicht verstecken muss.

Vorgestern ging es dann wieder zurück in die Heimat, und dieses Mal mochte auch Gabriel nicht mehr ganz so ruhig sein. Dadurch, dass ich die Lautstärke meines I-Pods einfach ein wenig höher stellte, konnte ich den Anfang des Flugs noch genießen, aber dann war es auch mit meiner Ruhe vorbei. Ziemlich heftige Turbulenzen machten den Flug fast schon zu einem kleinen Abenteuer ich glaube auch dem Steward war dabei nicht mehr so ganz wohl, denn seine unglaublich schnellen Ansagen hat im gesamten Flieger wohl keiner verstanden. Schließlich sind wir - kaum waren die Räder ausgefahren – auch schon gelandet und ich hab erstmal drei Kreuze gesetzt: Hauptsache, wir sind heile runtergekommen!

Jetzt sitze ich bei mir zu Hause und versuche ein wenig Ordnung in meine Wohnung zu bekommen. Die neuen Klamotten, welche ich von Lotto für Paris bekommen habe, nehmen da einiges an Platz weg, genauso wie meine Taschen. Da kommt noch einiges auf mich zu, bevor es am Sonntag weiter geht nach Strasbourg.

Ansonsten hab ich ja vor einigen Wochen ein neues Auto von Subaru bekommen. Das fährt sich echt super und ich bin froh, wieder komplett unabhängig und mobil zu sein. Auch mein Handyanbieter ist übrigens neu, jedoch lief da nicht alles ganz so reibungslos ab… Kaum war ich im Ausland, ging nichts mehr. Da musste ich mich im Internet erstmal anmelden, und natürlich hat es ein paar Tage gedauert, bis alles wieder seinen gewohnten Verlauf nahm. Immerhin kam ich so zu einigen geruhsamen Tagen, auch wenn ich danach natürlich erstmal allen erklären musste, warum ich mich nicht auf ihre Anrufe und Messages gemeldet habe. Jetzt ist aber alles wieder in Butter und ich hoffe, dass es auch in Zukunft keine Probleme mehr geben wird.

Bis zum nächsten Mal – ich hoffe, dann aus Paris!
Anna


10.04.2009, Saarbrücken
Hallo alle zusammen! Jetzt sind doch schon wieder sechs Wochen vergangen seit ich mich zum letzten Mal bei euch gemeldet habe…Immerhin habe ich in dieser Zeit fleißig fürs Tennismagazin von den Turnieren in Indian Wells und Miami gebloggt – ich hoffe, dass ihr auch den einen oder anderen Eintrag gelesen habt.

Im Moment sitze ich nun allerdings schon wieder auf gepackten Koffern zu Hause und bereite mich auf das Turnier in Barcelona vor. Allerdings erneut ohne Dirk, denn das Baby ist immer noch nicht da. Eigentlich ist das Kleine schon überfällig, aber wie sagt man so schön: „Gut Ding will Weile haben!“ Auf jeden Fall rechnen wir alle jeden Tag damit, dass es soweit sein könnte und bis dahin schlage ich mich halt weiter ohne Dirk durch. Zum Fed Cup Termin in Frankfurt dürfte er dann aber sicher wieder dabei sein.

Nun geht es erstmal morgen nach Spanien, wo der Auftakt zur Sandplatzsaison auf dem Programm steht. Ich freue mich, denn Sand ist – trotz meiner wachsenden Sympathie für Hardcourt – immer noch mein Lieblingsbelag. Leider ist die Saison nicht so lang, so dass ich gleich von Beginn an gute Resultate erzielen möchte. Dank dem tollen Wetter hab ich mich immerhin schon mal eine ganze Woche über auf Sand vorbereiten können – die Plätze im Blau-Weiß sind absolut top! Gespielt hab ich da ab und zu auch mit meinem Bruder, der mich die Woche über besucht hat.

Nach meiner Rückkehr aus Miami stand am Montag allerdings erstmal ein Medientermin auf dem Programm. In Köln traf ich mich zum Gespräch mit der WDR Sendung „1Live“, welcher ich eine gute Stunde Red und Antwort stand. Viel schwieriger als das Interview gestaltete sich jedoch der Hinweg, auf welchem ich mit einigen unerwarteten Hindernissen zu kämpfen hatte. Auf Umwegen erst in Köln angekommen musste ich feststellen, dass mein Auto keine Umweltplakette hatte, was bedeutete, dass ich die Innenstadt nur zu Fuß erreichen konnte. Also lief ich vom Parkhaus in Richtung Bahnhof, um mir dort ein Taxi zu besorgen, wobei ich mir prompt eine Blase holte. Schließlich bin ich dann doch noch mit rund einer halben Stunde Verspätung beim Sender angekommen, was Gott sei Dank jedoch keine Auswirkungen auf mein Interview hatte. Dort lief dann alles wie am Schnürchen!

Jetzt hoffe ich erstmal, dass das für die nächsten Wochen meine einzige Blase bleibt und mir ein guter Start in die Sandplatzsaison gelingt – drückt mir die Daumen!

LG,
Anna


26.02.2009, Saarbrücken
Und schon wieder heißt es Koffer packen! Morgen geht es los nach Monterrey, Mexiko, und von dort dann gleich weiter nach Indian Wells und Miami. Ein längerer Trip – der dazu auch noch ein wenig anders sein wird als sonst üblich. Dirk wird nämlich nur während der ersten Woche mit dabei sein und anschließend zurück nach Hause fliegen, um bei der Geburt seines Sohnes dabei zu sein.

Natürlich lässt mich Dirk aber nicht alleine auf der Tour zurück. In Indian Wells werde ich von Oliver Schu - der auch in Dirks Tennisschule arbeitet - betreut und in Miami von Oliver Muelbredt, meinem Fitnesstrainer in Saarbrücken. Beide kennen mich also sehr gut und ich bin mir sicher, dass ich gut versorgt sein werde.

Überhaupt freue ich mich sehr auf die beiden Turniere, insbesondere nach dem ich in den vergangenen beiden Jahren ja jeweils nicht dabei war. Quasi zur Feier meiner Rückkehr werde ich von beiden Stationen für das Tennis Magazin bloggen und natürlich versuchen, bei diesen beiden Highlights gute Ergebnisse zu erzielen. Schaut also ruhig mal bei meinen Blogs vorbei, wenn ihr am Ball bleiben wollt.

Die letzte Woche war übrigens wieder einmal so richtig schön. Endlich war ich mal wieder für mehr als nur für einen Tag zu Hause und hatte Zeit, mich um meine Wohnung zu kümmern und auch ein paar Freunde zu treffen. Und dann der Karneval! Als Nordlicht hab ich ja eigentlich nicht viel damit am Hut und mochte es schon als Kind nicht, mich zu verkleiden, aber ich gebe zu – das letzte Wochenende war lustig! Ich glaube zwar immer noch nicht, das ich jemals ein richtiger Freund des närrischen Treibens sein werde, jedoch hat es schon Spaß gemacht zu sehen, wie die Leute bei so einem Umzug ihr Verhalten verändern können.

Nebst Karneval, Wohnung und Freunden habe ich mich natürlich auch noch intensiv dem Training gewidmet – und Wii gespieltJ. Meine neues Shawn White Snowboard Spiel ist echt super und hat mich prima auf meinen gestrigen Waldlauf vorbereitet – der ging nämlich auch mächtig in die Beine. Der Waldlauf gehört ja ohnehin nicht zu meinen Favoriten. ;-) Aber gestern war er noch ein ganzes Stückchen härter als normal. Als wir nämlich gerade so mitten drin waren, wurde vor uns auf einmal die Strecke aufgrund von Baumfällarbeiten gesperrt, so dass wir eine erste Zusatzschlaufe laufen mussten. Wieder auf unserm ursprünglichen Weg angekommen, kam prompt die nächste Absperrung und dies gerade an der Stelle, wo es so richtig den Berg hoch geht. Es blieb uns also nichts anderes übrig, als erneut einen Umweg auf uns zu nehmen, bevor wir dann doch irgendwie wieder zu Hause angekommen sind. Jetzt hoffe ich wirklich, dass sich diese extra Kilometer in den kommenden Wochen auch auszahlen werden…;-)

Bis Bald in Indian Wells und Miami!
Anna


17. 02. 2009, Dubai
Heute melde ich mich zur Abwechslung mal direkt von einem Turnier, nach dem ich diese Woche ja in Dubai im Einsatz stehe bzw. gestanden habe. Denn nach meinem Aus im Einzel und der Verweigerung des Einreisevisums für Shahar ist die Turnierwoche für mich ja auch schon wieder beendet. Nebst der Enttäuschung über die verpasste Chance, in der Doppelkonkurrenz teilnehmen zu können, möchte ich zu dem gesamten Vorfall eigentlich nur sagen, dass ich mit 100% Prozent zu Shahar stehe und es nicht akzeptieren kann, dass sie nicht am Turnier teilnehmen kann. Unabhängig von der politischen Situation wird mit Shahar eine Sportlerin bestraft, welche sich sportlich qualifiziert hat. Shahar ist genauso eine Profi-Spielerin wie wir alle – da darf es keine Unterschiede geben!


09.02.2009, Saarbrücken
Ein frohes neues Jahr! Ich weiß, ist natürlich nicht mehr ganz aktuell aber ich habe mir gedacht, „lieber spät als gar nie.“ Ich wollte es mir auf jeden Fall nicht nehmen lassen, euch alles Gute für 2009 zu wünschen.

Heute verbringe ich wieder einmal einen Tag in Saarbrücken, nachdem ich gestern Abend aus Zürich zurückgekommen bin. Wir spielten dort Fed Cup gegen die Schweiz und haben mit 3:2 gewonnen. Das ganze Wochenende war ein stetes Auf und Ab, so dass am Ende die Freude über den Sieg natürlich riesengroß war. Aber erstmal der Reihe nach…

Am Samstag durfte ich das Eröffnungseinzel gegen Patty spielen, was ich aber leider verlor. Sabine konnte dann im Gegenzug gegen Timea gewinnen, wodurch es nach dem ersten Tag 1:1 stand. Am Sonntag ging es dann gleich von Beginn an ans Eingemachte. Sabine und Patty lieferten sich einen erbitterten Kampf, in dem am Ende leider Patty für die Schweiz den 2. Punkt sichern konnte. Somit war die Ausgangslage klar – ich musste gegen Timea gewinnen um uns im Spiel zu halten.

Zum Glück lief es mir von Anfang super, so dass ich nie wirklich in Bedrängnis kam und in zwei klaren Sätzen ausgleichen konnte. Danach stand das alles entscheidende Doppel auf dem Programm, wieder mit Tatjana und wieder genauso stark wie vor zwei Jahren in Japan. Wir waren so unter Strom und haben uns dermaßen gegenseitig angefeuert, dass eigentlich gar nichts schief gehen konnte. Ich glaube ja, dass ich noch nie mit jemandem so hart zwischen den Punkten abgeschlagen habe wie mit Tadde. Einmal dachte ich wirklich „oh Gott, ich hoffe sie kann ihren Schläger noch halten…“

Insgesamt war aber einfach die gesamte Woche ein Super-Erlebnis. Wir hatten einen unglaublichen Teamgeist und auch Kristina, die ja leider nicht spielen durfte, hat sich voll reingehängt. Ich glaube sogar, dass es für sie zumindest genauso anstrengend war von der Tribüne aus mitzufiebern und uns anzufeuern. Deswegen ein großes Lob noch einmal an die gesamte Mannschaft – es war wirklich eine tolle Woche! Jetzt freue ich mich erstmal auf das Aufstiegsspiel. Ich glaube die Chancen stehen gut, nach vier Auswärtsspielen hintereinander wieder einmal zu Hause spielen zu können.

Das Wochenende vor dem Fed Cup hatte ich mit einem kurzen Abstecher in die Heimat nach Nordhorn verbracht. Dort stand die alljährliche Sportgala auf dem Programm, bei der ich immer wieder gerne zugegen bin. Leider hat es mir in diesem Jahr nicht ganz zum Sieg gereicht, aber ich fand es trotzdem sehr schön, dort wieder einmal dabei sein zu können.

Wie ihr sicher schon gemerkt habt, gehe ich mit meinen Erzählungen chronologisch rückwärts vor. Von daher ist es nun auch an der Zeit, ein wenig über meine Erlebnisse in Australien zu berichten. Meine Ergebnisse kennt ihr ja sicher alle, aber eigentlich war Australien durchaus eine Reise wert.

Gleich am ersten Tag nach unserer Ankunft herrschten Temperaturen von 38 Grad und gefühlt sicher noch ein bisschen mehr, so dass wir direkt einer Art Schocktherapie unterzogen wurden. Danach konnte uns wenigstens nichts mehr überraschen und es ging dann auch richtig schön weiter, mit einer beeindruckenden Silvesterparty inklusive Feuerwerk in Brisbane. Bei den darauf folgenden Abstechern nach Sydney und Melbourne stand dann eindeutig das Tennis im Vordergrund, obwohl ich sicher auch schon bessere Turniere gespielt habe. Immerhin erreichte ich zusammen mit Patty das Viertelfinale der AO, so dass ich doch mit einem guten Gefühl die Rückreise antreten konnte.

Apropos Rückreise – wieder einmal bekamen wir hier die Tücken des Lebens als Tennisprofi zu spüren. Nach fast einem Monat in Australien, wo ich auch noch sämtliche Outfits meines neuen Ausrüsters Lotto erhalten habe – sagte uns der nette Herr beim Flughafen Check-in doch tatsächlich, dass wir Übergewicht für 1.500 Euro hätten. Da blieb mir natürlich erst mal kurz die Spucke weg, aber zum Glück fand sich dann eine Lösung über Cargo, mit der wir zwei Taschen nach Frankfurt senden konnten. Natürlich musste ich dann in Frankfurt zweimal zum Flughafen, um die Taschen abzuholen, aber das war mir die Sache wert. Immerhin lernte ich so auch einmal einen neuen Teil des Frankfurter Flughafens kennen und kann jetzt mit Stolz behaupten, dass ich mich sogar in Cargo City auskenne J

So, jetzt werd ich mir gleich noch ein wenig Zeit für eines meiner neuen Weihnachtsgeschenke nehmen. Die wii Station war der absolute Renner bei uns zu Hause und sogar meine Eltern waren traurig, als ich sie mit zu mir nach Saarbrücken genommen habe. Jetzt ist aber erstmal der Skirekord meines Bruders Philipp in Gefahr – auch wenn ich seit Weihnachten eigentlich keine Zeit mehr hatte zu spielen. Mal schauen, wie es läuft…

Bis zum nächsten Mal!
Lg Anna


19.12. 2008, Saarbrücken
Hallo zusammen – bald geht es wieder los in Australien! In den letzten Wochen habe ich fast die komplette Saisonvorbereitung hinter mich gebracht und freue mich jetzt riesig auf die neue Saison. Am 28. fliegen wir nach Down Under.

Der Vorbereitung weine ich allerdings keine Träne nach. Wir haben viel trainiert und ich habe auch des Öfteren meinen Körper ein wenig mehr gespürt. Ich glaube, man kann die Tage besser zählen, an denen mir nichts weh tat und das obwohl ich zu Beginn wegen meines Handgelenks noch kein Tennis spielen konnte. Während dieser Zeit haben wir dann die Gunst der Stunde genutzt und auch mal ein paar andere Sportarten ausprobiert. Badminton oder auch Fußball waren dabei, was sich jedoch leider nicht unbedingt positiv auf mein Können in diesen Sportarten ausgewirkt hat. Aber es hat Spaß gemacht, genauso wie das Aquajogging. Das hört sich zwar immer so einfach an, ist aber richtig anstrengend. Fragt doch einfach mal bei Dirk nach!

Neben dem ganzen Training hatte ich aber natürlich auch mal Zeit, ein paar Dinge außerhalb des Tennisplatzes zu unternehmen. Diese Woche erst war ich mit Natalie - Dirks Frau – bei der Dinnershow des Zirkus Flic Flac. Das war der pure Wahnsinn! Echt faszinierend, was die Artisten alles so machen. Und dann ging es mit Freunden auch noch auf den Weihnachtsmarkt in Trier, wo wir einen Super-Tag erlebten. Ich liebe Weihnachtsmärkte ja sowieso, denn die Weihnachtszeit ist für mich einfach die schönste Zeit im Jahr – vor allem weil an Weihnachten endlich mal wieder unsere ganze Familie zusammen zu Hause ist. Das wir uns das Jahr über mal alle zusammen an einem Fleck treffen, kommt leider viel zu wenig vor. Von daher genießen wir Weihnachten immer Besonders; am 21. fahre ich hoch nach Nordhorn.

Zuletzt habe ich zumindest einen Teil meiner Familie vor vier Wochen gesehen, als meine Eltern, Philipp und ein Freund bei mir zu Besuch waren. Das war ein echt schönes Wochenende, meine Mutter hat meine Wohnung in Weihnachtsstimmung versetzt (ich habe sie mittlerweile als meine offizielle Innenarchitektin engagiert! J) und auch sonst hatten wir eine Menge Spaß. Den konnte mir nicht mal der spontane Besuch der Anti-Doping Agentur verderben, welche überraschend auch vorbei schaute. Zum Glück konnte ich schnell Wasser lassen und so waren die Herren nach einer Viertelstunde bereits wieder weg.

So, dann wünsche ich euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich melde mich dann aus Australien wieder bei euch, wo ich in Brisbane, Sydney und natürlich den Australian Open an den Start gehen werde. Drückt mir die Daumen!

Alles Liebe,
Anna


03.11.2008, Quebec City
Bonjour de Quebec! Erst mal möchte ich mich entschuldigen, dass ich mich wieder so eine lange Zeit nicht gemeldet habe. Dafür schreibe ich jetzt quasi einen Saisonschlussbericht direkt aus Kanada 

Wie ihr ja jetzt wisst, bin ich immer noch in Quebec City, wo ich diese Woche die Bell Challenge bestritten habe. Gerade vorhin habe ich mit Vania das Doppel gewonnen, und wie könnte man das Jahr besser abschließen als mit einem Titel? Einziger Nachteil ist, dass nun mein Urlaub ein bisschen kürzer ausfällt, aber da werden wir uns schon was einfallen lassen. Dirk war ja diese Woche nicht dabei – er feierte seinen 1. Hochzeitstag! Auch von mir an dieser Stelle noch einmal Glückwünsche an Dirk und Natalie.

Im Einzel lief es leider nicht so gut, auch weil ich vom Kopf her doch ein bisschen müde bin. Obwohl ich erst im Juni wieder richtig in die Tour eingestiegen bin, hatte ich aufgrund meiner Erfolge sehr viele Matches. Und zum Schluss kam jetzt auch noch das Doppel hinzu – in Zürich stand ich zusammen mit Patty ja ebenfalls im Finale, dass wir dann aber leider nicht gewinnen konnten. In Luxemburg konnte ich mich immerhin zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen gegen Yanina Wickmayer durchsetzen, bevor ich gegen Amelie verlor. Eigentlich hatte ich mir da etwas mehr erhofft, aber Amelie spielte an diesem Tag einfach zu stark.

Abseits des Tennisplatzes ist in den letzten Wochen nicht so viel passiert. Am einzigen Tag, den ich zuhause verbringen konnte, hatte eigentlich nur Zeit zum Waschen. Von dem her freu’ ich mich jetzt wirklich auf die kommende Woche, in der ich Zeit habe meine Familie und Freunde zu besuchen und den Kopf ein wenig frei zu bekommen vom Tennis. Danach geht es schon wieder in Richtung 2009 - die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt in Saarbrücken.

Bevor es jedoch soweit ist, werde ich mir sicherlich noch einmal den einen oder anderen Gedanken zur vergangenen Saison machen. Wenn ich jetzt so zurückschaue, bin ich echt stolz darauf was ich erreicht habe. Der Höhepunkt war sicherlich die 4. Runde bei den US Open, aber auch der Doppeltitel in Stuttgart war etwas Besonderes, weil es zu Hause in Deutschland war. Nächste Woche habe ich dann auch endlich mal Zeit ein bisschen Feiern zu gehen und es zu genießen.

Zum Schluss möchte ich euch noch kurz von einem Charity Event berichten, welches mir sehr am Herzen liegt. Kurz vor dem Turnier in Zürich machten einige andere Sportler und ich im Rahmen eines Kartrennens in Saarbrücken auf die Multiple Sklerose Stiftung Deutschlands aufmerksam. Von zehn Team mit jeweils fünf Fahrern wurden wir Vierter, und wir haben bis heute noch nicht herausgefunden woran es lag, dass wir am Ende nicht auf dem Treppchen standen (oder weißt du es inzwischen, Nico?). Trotzdem ;-) hat der Nachmittag viel Spaß gemacht und ich würde mich freuen, wenn diese Veranstaltung in Zukunft wiederholt werden könnte.

So, jetzt hoffe ich eigentlich nur noch, dass meine restliche Zeit hier in Quebec rasch vorübergeht und ich so schnell wie möglich nach Hause kann. Ich melde mich dann wieder aus der Saisonvorbereitung – wenn ich mich vor lauter Erschöpfung noch bewegen kann…;-)

Bis Dann,
Anna


07.10.2008, Saarbrücken
Hallo zusammen, endlich gibt es wieder mal was Neues von mir ;-) Wie ihr ja wisst, war ich letzte Woche in Stuttgart. War eigentlich ganz erfolgreich, auch wenn ich im Einzel gleich in der ersten Runde gegen Venus verloren habe. Als ich vom Platz lief dachte ich ja nicht, ein gutes Match gezeigt zu haben, aber dann hat man mir von allen Seiten versichert, dass Venus einfach unglaublich stark gewesen war und auch ich sehr gut gespielt hatte. Mit ein bisschen Abstand konnte auch ich das dann sehen.

Richtig gut lief es im Doppel, wo ich zum ersten Mal seit Sydney Anfang 2007 wieder ein Turnier gewinnen konnte. Mit Patty zu spielen macht richtig viel Spaß, wir verstehen uns super und das wirkt sich – denke ich – auch auf dem Platz aus. Nach der tollen Woche in Stuttgart haben wir beschlossen, auch in Zürich zusammen zu spielen. Dort wird sie dann ein Heimspiel haben…Apropos, natürlich kann ich nicht über meine Erlebnisse in Stuttgart schreiben, ohne das tolle Publikum dort zu erwähnen. Wenn alle hinter dir stehen und dich anfeuern, macht es einfach Riesenspaß. Hinzu kommt, dass das Turnier ganz allgemein einfach spitze ist. Von den Spielerinnen ist es ja sogar zum besten Turnier der ganzen Tour gewählt worden!

Zu einem richtig tollen Turnier gehört natürlich auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Und wie es sich nun mal für den Porsche Tennis Grand Prix gehört, haben wir Spielerinnen, unsere Trainer und Angehörige auch immer die Möglichkeit, sich einen Porsche auszuleihen. Diese Gelegenheit haben sich Dirk und ich natürlich nicht entgehen lassen und uns gleich am Samstag einen geholt. Ich sage euch, es ist immer wieder ein Wahnsinn zu sehen was mit Männern passiert, wenn sie sich in so ein Auto setzen. Dirk ist ja jemand, der sonst ruhig und gepflegt fährt, aber als ich da aus dem Porsche gestiegen bin, war ich echt froh kein Schleudertrauma davon getragen zu haben ;-)

Ein weiteres Highlight gab es dann am Donnerstagabend. Da die beiden Williams Schwestern nicht zu ihrem Doppel antreten konnten, bat Anke Huber mich und Andrea Petkovic kurzfristig um ein Showmatch. Und da Matthias Stach uns noch zwei Tage vorher von seinem Erlebnis bei einem Herrenturnier berichtet hat, wurden wir sogar noch verkabelt. So konnten uns alle Zuschauer hören und natürlich auch Matthias Stach, der das Ganze dann noch kommentiert hat. Zudem konnten die Zuschauer direkt fragen stellen, was natürlich richtig gut ankam und auch uns viel Spaß gemacht hat. Vor allem ist Andrea ja für so etwas geboren…

Vor Stuttgart hatte ich während der Woche noch Besuch von meinen Eltern aus Nordhorn. Das war eine schöne Abwechslung zu der doch anstrengenden Trainingswoche. Gleichzeitig wurde auch meine Wohnung wieder auf den neuesten Stand gebracht und sieht jetzt noch besser aus als vorher ;-)

Zu guter Letzt war ich vor knapp zweieinhalb Wochen noch im NDR Sportclub zu Gast. War mal was anderes und hat auf jeden Fall auch Spaß gemacht beim Fernsehen. Ich hoffe mal, dass die mich noch öfter einladen, wenn ich weiter gut spiele…;-)

Bis zum nächsten Mal,
Anna


17.09.2008, Nordhorn
Heute melde ich mich für einmal aus meiner Heimat bei euch. Nach der Rückkehr aus Bali bin ich für einige Tage nach Hause gefahren um mich zu erholen und zu entspannen. Es tut echt gut, wieder einmal zu Hause zu sein, abzuschalten und einige andere Dinge zu machen Morgen geht es dann zur Vorbereitung auf Stuttgart wieder zurück nach Saarbrücken.

Nun aber erst noch mal was zum Turnier in Bali. Es war wunderschön dort, nur leider war ich doch ein bisschen platt von dem vielen Reisen und der Zeitumstellung. Auf jeden Fall war ich vom Kopf her nicht 100% fit, so dass ich meine Chancen leider nicht nutzen konnte. Doch diese Erfahrung wird mir in Zukunft sicher helfen und wir werden alles ein bisschen anders machen.

Andererseits hatten wir so die Möglichkeit, noch ein wenig die Sonne Balis zu genießen. Das Hotel war super und jeder gibt sich unglaubliche Mühe dort, so dass das gesamte Turnier echt der Wahnsinn ist. Schade nur, dass das Turnier dieses Jahr zum letzten Mal stattgefunden hat; im nächsten Jahr finden dort die Championships statt. Das ich dort dabei sein will, ist somit erst recht klar ;-)

Zurück in die Heimat. Am Samstag bin ich zuerst zu meinem Bruder Philipp nach Hannover gefahren. Da er gerade den Flugschein macht, haben wir uns gemeinsam mit unseren Eltern am Flugplatz Hildesheim getroffen, und ehe ich mich versah, saß ich nur 24h nach unserem anstrengenden Rückflug aus Bali schon wieder in einem Flugzeug. Dieses war allerdings um einiges kleiner, hatte nur zwei Sitze und wackelte ganz schön. Wenn man allerdings nach vorne schaute und sah was auf einen zukam, war alles überhaupt nicht schlimm.

Am Abend trafen wir uns dann alle mit meinem Onkel, Tante und Cousine (leben alle auch in Hannover) zum Essen, bevor wir uns zum Abschluss noch das große Feuerwerk anschauten, welches an diesem Abend in Hannover stattfand. Das war echt toll!

Sonntags sind wir dann gleich nach Nordhorn gefahren, wo ich erst mal meine Beine hochlegte und mich entspannte. Natürlich habe ich auch einige Besorgungen gemacht, aber alles überschaubar und ohne Hektik. Endlich hatte ich auch wieder einmal die Gelegenheit, mich mit meiner Freundin Elisa zu treffen, was wir auch prompt dazu genutzt haben, uns gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen. Es war ein schöner Abend!

Ja, und jetzt heißt es schon fast wieder Abschied nehmen von zu Hause, denn morgen geht’s ja wieder zurück nach Saarbrücken. Heute Abend werde ich noch zum Handball gehen: Die HSG spielt und ich war schon ewig nicht mehr dort. Wie es aussieht, hat sich die HSG finanziell ja retten können und der Spielbetrieb kann weitergehen – zum Glück! 

Bis zum nächsten Mal!
LG, Anna


05.09.2008, Singapur
Jetzt sind doch tatsächlich wieder vier Wochen vergangen, seid ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Verrückt, denn ich war ja die ganze Zeit über nur in New York. Aber ich bin natürlich super zufrieden wie alles gelaufen ist, es war ein sehr erfolgreicher Trip.

So richtig Zeit, um alles sacken zu lassen hatte ich allerdings noch nicht. Nach dem wir erst Mittwochnachmittag in Frankfurt gelandet sind, ging es gestern Nachmittag schon wieder los nach Bali. Da blieb natürlich keine Zeit, um sich auszuruhen. Tasche auspacken – Waschen – Tasche einpacken – so ungefähr lief’s daheim bei mir ab.

Jetzt stehe ich gerade in Singapur im Terminal und warte auf meinen Anschlussflug nach Bali. Der ist allerdings erst in einigen Stunden, so dass ich die Zeit bis dahin nutzen kann, um euch von den letzten Wochen zu berichten. Müde bin ich nämlich trotz der vielen Fliegerei überhaupt nicht – der Flieger war so leer, dass ich mich über drei Sitze hinweg hinlegen und schlafen konnte. Das habe ich dann auch für gut acht Stunden getan.

Aber jetzt noch mal zurück zum Anfang. Los ging es ja mit dem Turnier in der Bronx, und obwohl das schon einige Wochen her ist, kann ich mich doch noch an so Einiges erinnern ;-) Dadurch, dass wir schon relativ früh in New York waren – wir dachten eigentlich, dass ich Quali spielen muss – hatten wir natürlich auch ein bisschen Zeit, um uns nicht nur mit Training zu beschäftigen. Shoppen stand da ganz hoch im Kurs. Natalie, Dirks Frau, war ja die ersten 10 Tage auch dabei und da haben wir mal so richtig zugeschlagen. Jaja, die Frauen und das Shopping…

Das Turnier war ansonsten ganz okay. Auf der Anlage konnte man sich so sicher fühlen wie sonst nirgends, so viele Polizisten waren dort. Dafür gehörte das Hotel nicht zu den Highlights der Reise. Es lag zwar super – direkt gegenüber vom Madison Square Garden und nahe am Times Square –aber dafür ließ die Sauberkeit zu wünschen übrig. Ich brauch ja wirklich kein Superhotel, aber sauber sollte es halt schon sein. Umso besser, dass das Hotel der US Open dann wirklich ein Traum war. Wenn man soviel in Hotels lebt wie wir, weiß man das zu umso mehr zu schätzen.

Ja, ansonsten fallen mir im Moment gerade keine Anekdoten mehr ein. Ich muss auch ganz ehrlich gestehen, dass ich dieses Mal mit Ausnahme der ersten Tage kaum Zeit hatte, abseits des Platzes viel zu erleben. Gefreut habe ich mich aber auf jeden Fall über eure vielen Fanmails. Es ist schön zu sehen, wie viele von euch meine Karriere auch während den letzten beiden Jahren verfolgt haben und an mich geglaubt haben. Vielen Dank dafür!

Jetzt heißt es aber auch schon wieder Abschied nehmen, meine Zeit im Internet ist beinahe abgelaufen. Ich freue mich auf Bali – dort ist es einfach traumhaft. Aber natürlich hoffe ich, euch beim nächsten Mal neben tollen Erlebnissen auch von guten Matches auf dem Platz berichten zu können ;-)

Macht’s gut
Anna


05.08.2008, Saarbrücken
Schon wieder ein Turnier gewonnen – im Moment läuft es einfach super! Ich fühle mich auf dem Platz gut und spiele auch so. Ok, am Anfang der Woche hab’ ich mich noch nicht so wohl gefühlt, schließlich waren wir ja erst am Sonntag angekommen. Und dann musste ich gleich am Montag in der prallen Mittagssonne Einzel und anschließend auch noch Doppel spielen - ich hatte fast mehr mit den hohen Temperaturen (35°) als mit meiner Gegnerin zu kämpfen. Nach dem 6-3 und 6-0 fühlte ich mich jedenfalls, als hätte ich eben mit 7-5 im Dritten gewonnen…

Den Rest der Woche spielte ich dann zum Glück eher spät. Auch mein Körper gewöhnte sich immer mehr an die Bedingungen, so dass ich eigentlich keine Probleme mehr hatte. Wäre also alles perfekt gewesen, hätte ich nicht vor meinem Halbfinale einen feuchten Gruß von einem Vogel abbekommen, als ich mich ein wenig unter einem Baum ausruhen wollte. Von dem Moment an wusste ich, dass nichts mehr schief gehen konnte und prompt kam es auch so. Also, liebe Vögel, vor meinen Matches könnt ihr mich gerne wieder besuchen kommen, aber wirklich nur dann.

Den freien Tag in Rimini haben Dirk und ich natürlich zu einem Strandbesuch genutzt. Was soll ich sagen, Massentourismus pur - Liege an Liege soweit das Auge reicht. Aber ich war ja sowieso nicht zum urlauben dort – leider ;-) Denn eigentlich ist Rimini für uns Grönefelds ein gutes Pflaster. Schon mein Bruder hat dort 2002 ein Turnier gewonnen. Sollte es also jemals ein Mixed-Turnier in Rimini geben, dürfte ernsthaft mit den Grönefelds zu rechnen sein…

Insgesamt ging dann auch diese Woche wieder sehr schnell rüber. Auch die Rückreise, meisterten wir schlussendlich zwar mit großem Schweißverlust, aber doch einigermaßen problemlos. Allerdings war das auch ein bisschen unsere Schuld, da wir am Bahnhof in Rimini auf dem falschen Bahnsteig auf unseren Zug gewartet haben. In der buchstäblich letzten Minute haben wir es noch gemerkt und sind los gesprintet…Dass unser Flug nach Frankfurt dann eine Stunde Verspätung hatte, konnte man darob schon fast vergessen.

In Frankfurt angekommen wurde uns gesagt, dass der Parkplatz, auf dem wir unser Auto zurück gelassen hatten, Montags geschlossen bleibt (wir hatten nur bis Samstag gebucht)…Schließlich haben wir unser Fahrzeug dann aber doch noch bekommen, so dass wir nach insgesamt 13 Stunden Reiserei in Saarbrücken angekommen sind. Kaum zu glauben, da reisen wir seit Jahren um die Welt und doch passieren uns immer wieder (im Nachhinein) witzige Sachen…:-)

Tja, und heute gilt es schon wieder zu organisieren und alles für die Reise in die USA vorzubereiten. Und natürlich geht auch da bislang alles schief…Nachdem ich erfolgreich die Tinte in meinem Drucker gewechselt hatte (worauf ich schon ein bisschen stolz bin), gab das Teil auf einmal komplett seinen Geist auf. Nach einer halben Stunde erfolgloser Selbstversuche rief ich dann schon leicht genervt meinen Bruder Philipp in Hannover an, der den Drucker zum Glück aus der Distanz reparieren konnte. Danach funktioniere natürlich genau der Geldautomat nicht, von dem ich Geld abheben wollte, so dass ich eigentlich schon wieder reif für Erholung bin…

Erst muss ich aber noch alles für morgen packen, ehe es heute Abend zum Fußball beim 1.FC Saarbrücken geht (sorry Alf, ich musste es einfach erwähnen ;-)) Ja, und morgen geht’s dann ab nach NY – ich freu mich drauf, diese Stadt ist einfach der Hammer!


26.7.2008, Saarbrücken
Da bin ich schon wieder! Bevor ich mich morgen auf den Weg nach Rimini mache, wollte ich euch noch schnell von meinen letzten Erlebnissen erzählen.

Gestern war ich ja bei der 100-jährigen Jubiläumsfeier des TSV Massing. Dabei musste ich schon um 6.00 Uhr aus den Federn, da mein Flieger in Richtung München um 8.00 Uhr losdüste. In München angekommen, ging es dann per Auto in Richtung Massing und dabei kamen wir auch an einem Ort vorbei, der mir sehr bekannt vorkam – Eggenfelden. Ich überlegte und überlegte woher ich dieses Dorf denn kannte, bis es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen fiel: Daniel Kübelböck aus DSDS kommt von hier!

Die Fahrt nach Massing war übrigens auch ansonsten sehr kurzweilig. Überhaupt hat die ganze Veranstaltung richtig viel Spaß gemacht und war super organisiert. Erst trainierte ich ein wenig mit dem Vereinsnachwuchs, ehe Sabine Klaschka - die auch als Gast da war – und ich ein Doppel mit der Damenmannschaft des TSV spielten. Zum Schluss spielten wir dann zur Freude der zahlreichen Zuschauer noch einen Satz Einzel gegeneinander, wobei die tolle Atmosphäre im Klub uns beide beflügelt hat.

Am späteren Abend bin ich dann noch zum Flughafen München gefahren worden, um am nächsten Morgen schon wieder recht früh in Saarbrücken sein zu können. Schließlich stand auch am Samstag noch einmal ein Training auf dem Programm. Danach wollte ich noch kurz zu Mediamarkt, um ein paar Fotos zu bestellen. Na ja, leider kam dann das weibliche Gen in mir durch und ich hab aus versehen meine Chipkarte in die falsche Öffnung getan…Natürlich kriegte ich sie da dann auch nicht wieder raus, weshalb ich um Hilfe bitten musste. Das ging dann so 15 Minuten so, ehe mir eine freundliche Dame endlich aus der Klemme helfen konnte. Ja, und ich stand da und dachte mir meinen Teil dazu…;-)

So, jetzt bin ich schon wieder zu Hause und breite gleich meine Sachen für das Turnier in Rimini vor. Schon um 4.00 Uhr geht’s los zum Flughafen Frankfurt, von wo ich nach Bologna fliege. Ich hoffe, das frühe Aufstehen lohnt sich…


22.7.2008, Saarbrücken
Mal wieder ein herzliches Hallo von mir :-) Schon wieder sind zwei Wochen vorbeigezogen, und natürlich ist auch einiges passiert…

Zunächst standen erstmal die beiden Turniere in Budapest und Bad Gastein auf meinem Programm. Ist eigentlich ganz gut gelaufen, auch wenn ich mich zweimal auf etwas ärgerliche Art und Weise geschlagen geben musste. Immerhin haben meine beiden Gegnerinnen dann auch gleich das Turnier gewonnen, so dass ich trotzdem sehen konnte, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Da ich dieses Mal (leider) nicht bis Sonntag im Turnier verblieben war, erlebte ich zur Abwechslung auch abseits der Plätze etwas mehr. Insbesondere die Rückreise aus Budapest bleibt da in Erinnerung, allerdings nicht unbedingt in Guter. Erstmal war da unser Taxifahrer zum Flughafen…unfreundlich wie kein Zweiter! Dann ist er natürlich auch noch gefahren wie ein Irrer und hat Dirk angemacht. Zum Glück konnte er sich gerade noch beherrschen, aber ihm ist beinahe der Kragen geplatzt! Endlich am Flughafen angekommen, durften wir erstmal für unser Übergepäck bezahlen bevor wir geschlagene eineinhalb Stunden auf unseren Abflug warten durften. Knapp 30 Minuten davon bei 30°C in einem Bus ohne Klimaanlage – wir waren echt froh, als es endlich in Richtung Heimat ging…

Nach einem kurzen Tag zu Hause ging es dann am Sonntag schon wieder weiter nach Salzburg. Von dort sollte ich eigentlich per Hubschrauber nach Bad Gastein gebracht werden, aber das miese Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Überhaupt hatten wir in Österreich fast die ganze Woche mit dem schlechten Wetter zu kämpfen, so dass es ab und an schon fast ein bisschen langweilig wurde. Immerhin hatte die Turnierorganisation ein Einsehen und lud uns zur Player’s Party ins örtliche Casino ein. Mit den uns vom Turnier geschenkte 25 Euro Startkapital stürzte ich mich dann auch gleich ins Getümmel und genoss meinen ersten Abend in einem Casino überhaupt in vollen Zügen. Nur Schade, dass es nicht zur Verdoppelung meines Preisgeldes gereicht hat…;-)

Nun bin ich wieder zurück in Saarbrücken und bereite mich auf meine nächsten Turniere vor. Natürlich habe ich dabei auch ein wenig Zeit zum Relaxen, was auch immer ganz wichtig und schön ist. Gestern, zum Beispiel, konnte ich nach dem Training noch den Geburtstag einer Freundin besuchen, wo es sehr lustig zu und her ging. Morgen und am Donnerstag ist dann noch mal Training angesagt, bevor ich am Freitag beim 100-jährigen Jubiläum des TSV Massing einen Schaukampf bestreiten werde. Daneben stehen in Massing auch ein Kindertraining mit dem Nachwuchs des Vereins sowie ein Plauschdoppel auf dem Programm, ich werde also voll gefordert ;-)

Zum Schluss möchte ich mich bei euch noch recht herzlich für die netten Fanmails bedanken. Ich lese sie alle und freue mich über jede einzelne Nachricht – tausend Danke noch mal!

Bis zum nächsten Mal!
LG, Anna-Lena


06.07.2008, Budapest
Ich melde mich heute aus Budapest, wo ich beim Gaz de France Grand Prix mein Comeback auf der WTA Tour geben werde. Meine erste Gegnerin wird die Ungarin Palma Kiraly (WTA 541) sein. Ich hoffe natürlich, dass ich meine gute Form aus den vergangenen Wochen auch in Budapest ausspielen kann und freue mich richtig darauf, dass es morgen losgeht.

Die letzte Woche hatte ich ja dazu genutzt, meine Batterien ein wenig zu Hause aufzuladen. Die drei Wochen zuvor waren nämlich trotz meiner guten Resultate ziemlich stressig gewesen. Viele Matches und kaum Zeit um zu reisen, da war es ganz gut, dass ich vergangene Woche eine kurze Pause einlegen konnte.

Natürlich lag ich zu Hause aber nicht auf der faulen Haut, sondern habe mich nach einem Tag Pause gezielt auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Hinzu kam dann noch allerlei privater Krimskrams, so dass die Zeit wie im Fluge vorbei ging. Immerhin habe ich Zeit gefunden, bei Seat mein neues Auto abzuholen und auch endlich wieder einmal ins Kino zu gehen. „Hancock“ mit Will Smith war der Film meiner Wahl, welche ich allerdings nicht 100% weiterempfehlen kann. Aber egal, ich habe es als großer Kinofan einfach wieder einmal genossen, mir einen Film in Ruhe zu Gemüte führen zu können.

Diese Woche hoffe ich jedoch, für solche Freizeitaktivitäten nicht mehr all zu viel Zeit zu haben. Viel lieber wäre mir wieder eine dieser Wochen mit vielen Matches und etwas Stress…;-)


24.06.2008, Periguex
Bonjour aus Periguex, wo ich diese Woche bei einem mit USD 25.000 dotierten ITF Turnier im Einsatz stehe. Letzte Woche in Alkmaar lief es ja wieder ganz gut, auch wenn das Turnier vielleicht nicht ganz so stark besetzt war. Auf jeden Fall freue ich mich auch über diesen Turniersieg, denn der Appetit kommt ja bekanntlich mit dem Essen…;-)

Übrigens waren auch meine beiden treuen Fans aus Stuttgart wieder am Start. Sie sind 850 km gefahren und haben es dieses Mal sogar geschafft, mich sowohl im Halbfinale als auch im Endspiel sehen und unterstützen zu können. So kam es dann, dass ich trotz Dirks Absenz fast kein Match „alleine“ bestreiten musste, denn am Anfang der Woche wusste ich meine Mutter an meiner Seite. Sie unterstützte mich bis Donnerstag in Alkmaar, ehe sie zur Feier ihres Geburtstags am Freitag wieder nach Hause fuhr. Meine Glückwünsche habe ich ihr natürlich mit auf den Weg gegeben, auch wenn es aufgrund meines gedrängten Zeitplans leider nicht mehr für einen Abstecher nach Hause gereicht hat.

Direkt nach dem Endspiel ging es am Sonntagabend nämlich weiter nach Periguex, wo ich diese Woche seit langem auch wieder einmal im Doppel im Einsatz stehe. Meine Partnerin ist Ipek Senoglu aus der Türkei weshalb ich hoffe, dass wir nicht am Mittwoch spielen müssen. Schließlich geht’s dann in Basel um die Wurst…;-) Im Einzel spiele ich übrigens schon heute - also drückt mir bitte die Daumen!

Bis Bald,
Eure Anna-Lena


18.06.2008, Alkmaar
Heute melde ich mich aus Alkmaar, wo ich am Abend meine erste Partie gegen eine junge Holländerin spielen werde. Nach der langen Rückfahrt aus Zlin bin ich erst gestern zusammen mit meiner Mutter hier angekommen, nachdem ich noch kurz einen Abstecher nach Hause gemacht hatte.

Ja, letzte Woche verlief wirklich super, obwohl es ja am Anfang denkbar schlecht begann…Während meiner Anreise über Frankfurt, Prag und Brno hatte sich nämlich mein Gepäck verselbstständigt, so dass ich in Zlin erstmal nur mit meinen Rackets vorlieb nehmen musste. Zum Glück wurden mir die Taschen dann am nächsten Morgen nachgeliefert, was quasi einer kleinen Initialzündung gleich kam. Auf jeden Fall lief ab da alles wie am Schnürchen :-)

Teilweise war ich sogar wirklich ein bisschen überrascht, wie gut ich spielte, denn eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, dieses Turnier jetzt schon gewinnen zu können. Gewehrt habe ich mich natürlich nicht dagegen – im Gegenteil; ich bin richtig glücklich die ganze Woche über konstant gespielt zu haben. Ich glaube, ich bin auf dem richtigen Weg…

Dass es so gut lief hatte aber natürlich auch etwas mit der unerwarteten Unterstützung zu tun, die ich vor Ort genießen konnte. Kaum hatte ich am Samstag nämlich mein Halbfinale beendet, standen plötzlich zwei Fans aus Stuttgart vor mir, die den ganzen weiten Weg nach Zlin unter die Räder genommen hatten, nur um mich zu sehen. Ich war richtig froh, dass ich gewonnnen hatte, denn so konnten sie mich wenigstens am Sonntag noch sehen und unterstützen. Ich hoffe, dass ich den Beiden mit meiner guten Leistung im Endspiel eine kleine Freude machen konnte, denn so einen Support habe ich echt noch nie erlebt. Einmalig – ich habe mich riesig gefreut!

So, langsam wird es jetzt Zeit mich auf mein Spiel nachher vorzubereiten. Ich fühle mich gut und hoffe, meine Leistungen aus Zlin auch hier bestätigen zu können. Und natürlich hoffe ich, dass ihr mir auch heute wieder die Daumen drückt…;-)


09.06.2008, Zlin
Bereits sind wieder einige Tage vergangen, seit ich mich zum letzten Mal gemeldet habe. Für ein paar Tage war es auch ziemlich ruhig, bevor es dann letzte Woche wieder so richtig losging.

Zuerst stand am 4. Juni mein Geburtstag auf dem Programm. Dabei hatte ich zum ersten Mal seit Jahren wieder die Gelegenheit zu Hause zu feiern. Es war richtig schön, mit Freunden und Bekannten zusammen einen lustigen Abend zu verbringen. Auf jeden Fall hatte ich viel Spaß! Ach ja, mittlerweile bin ich auch schon 23 Jahre alt…;-)

Am Wochenende ging es dann mit der Entscheidung im Bundesliga-Titelkampf weiter. Nach unserem souveränen Sieg gegen Moers am Freitag, kam es am Sonntag gegen den TC Benrath zu einem echten Endspiel. Dementsprechend motiviert ging ich auch ans Werk und trug mit meinem Sieg zum 3:3 Zwischenstand nach den Einzeln bei.

Die Entscheidung musste also im Doppel fallen. Auch dieses konnte ich zusammen mit meiner Partnerin gewinnen und uns somit bis auf einen Punkt an die Titelverteidigung heran bringen. Zu mehr reichte es jedoch leider nicht; wir verloren die anderen beiden Doppel und somit das Spiel denkbar knapp mit 4:5…Jetzt gilt es halt, im nächsten Jahr wieder anzugreifen!

Abends habe ich dann noch das Deutschland-Spiel geguckt und mit den Jungs mitgefiebert. Deutschland! Deutschland! – es hat sich gelohnt! ;-)

Am Montag ging es dann gleich weiter nach Zlin, wo ich mein erstes Turnier seit langem spiele. Ich freue mich, dass ich endlich wieder dabei bin und gehe die Aufgabe optimistisch an. Die vielen Matches in der Bundesliga haben mir gut getan und ich hoffe, dass sich das auch hier positiv auswirken wird. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!

Bis Bald,
Eure Anna-Lena


19.05.2008, Karlsruhe
Die letzten beiden Wochenenden war Tennis-Bundesliga angesagt! Das Ziel meiner Mannschaft vom TC Rüppurr Karlsruhe ist es ja, den Titel zu verteidigen. Einfach wird das allerdings nicht werden, da wir seit Saisonbeginn mit vielen Verletzten zu kämpfen haben.

Immerhin, in den ersten Spielrunden resultierten trotzdem zwei Siege; gegen Bochum knapp mit 5-4 und dann mit 7-2 in Augsburg. Auch mir persönlich lief es ganz gut und ich konnte gleich vier Punkte zu unseren Erfolgen beitragen.

Die Woche über trainierte ich dann mit Dirk in Saarbrücken, bevor es am Freitag mit dem Heimspiel gegen Bocholt weiter ging. Dieses Mal lief es uns weniger gut, und wir unterlagen mit 3-6. Immerhin konnte ich zwei weitere Siege verbuchen, auch wenn ich in meinem Einzel über drei Sätze gehen musste. Trotzdem war ich mit mir selbst sehr zufrieden. :-(

Gestern stand dann endlich das heiß erwartete Duell mit dem TC Waldau Stuttgart auf dem Programm. Nachdem ich Samstagabend das DSDS-Finale geguckt hatte – mit dem Ergebnis war ich übrigens mehr als zufrieden ;-) – ging ich am Sonntag wie beflügelt auf den Platz und spielte ein Super-Match! Überhaupt schien es unserer ganzen Mannschaft so zu gehen, auf jeden Fall war von unserer Niederlage am Vortag nichts mehr zu spüren. Schon nach den Einzeln stand es 5-1 für uns, so dass uns der Sieg nicht mehr zu nehmen war. Als Belohnung erhielt ich von Dirk heute einen freien Tag, den ich mit einigen Erledigungen „genießen“ werde. Also dann, bis zum nächsten Mal!


07.05.2008, Zagreb
Gestern bin ich aus Zagreb zurückgekommen. Wie ihr wahrscheinlich wisst, spielte ich dort mein erstes Turnier in diesem Jahr, was für mich natürlich ein wenig ungewöhnlich war. Normalerweise spiele ich mein erstes Turnier ja im Januar oder sogar Dezember, und nicht erst im Mai. Umso größer waren dafür meine Anspannung und Vorfreude…

Mit dem Ergebnis kann ich eigentlich ganz gut leben. Im Moment ist mir vor allem wichtig wieder in den Wettkampf-Rhythmus zu kommen und möglichst viele Matches zu spielen. Von daher waren die vier Matches schon mal nicht schlecht, auch wenn bei meiner Niederlage gegen Kostanic mehr drin gewesen wäre. Ich hatte auf jeden Fall meine Chancen!

Grundsätzlich will ich mich im Moment ohnehin nicht zu sehr von Siegen, Niederlagen oder Weltranglistenpunkten leiten lassen. Wichtig ist mir, dass ich auf dem eingeschlagenen Weg fortfahre und mich Schritt für Schritt wieder meinem besten Tennis nähere. Und da, glaube ich, bin ich auf einem guten Weg. Vielleicht klappt es ja schon bei meinem nächsten Einsatz in der Bundesliga ein wenig besser…


26.4.2008, Waltrop
Heute stand für Einmal etwas ganz anderes auf meinem Tagesplan: Die Teilnahme an der Breakchance Charity auf der Tennis-Ranch Waltrop-Elmenhorst.

Um es vorweg zu nehmen - die Veranstaltung, welche sich dem Schicksal kranker Kinder und Behinderter annimmt, war ein voller Erfolg. Es hat richtig Spaß gemacht Menschen, denen das Schicksal nicht immer gut mitgespielt hat, eine Freude zu bereiten. Kaum zu glauben, wie glücklich die Teilnehmer waren, nachdem sie sich eines unserer Autogramme oder gar einen Doppelpartner geangelt hatten.

Mit „uns“ meine ich im Übrigen die weiteren prominenten Gäste, die ebenfalls der Veranstaltung beiwohnten. Da waren z.B. Tanja Szewczenko, Marc-Kevin Göllner und einige Bundesliga-Fußballer, deren Namen mir allerdings nicht bekannt waren. Trotzdem hatten wir alle mächtig Spaß bei den verschiedenen Aktivitäten, und die Zeit ging wie im Flug vorbei. Bevor ich mich versah, war es dann auch schon Zeit, um in Richtung Heimat aufzubrechen. Sollte ich im nächsten Jahr wieder Zeit haben, werde ich auf jeden Fall gerne wieder kommen!


23.4.2008, Saarbrücken
Heute Morgen bin ich mit leichtem Muskelkater aufgewacht, denn die letzten beiden Tage hatte ich ein ordentliches Trainingsprogramm absolviert. Gerade weil Dirk im Moment mit dem Fed-Cup Team in Argentinien weilt, hat er mir ein Programm zusammengestellt, das mich voll in Anspruch nimmt. Eigentlich trainiere ich genauso hart, wie wenn er hier vor Ort wäre.

Immerhin musste ich heute nur einmal „Vollgas“ geben, denn Mittwochs steht die zweite Hälfte des Tages generell zu meiner freien Verfügung. Dafür ging’s dann aber auch gleich schon Morgens richtig zur Sache, mit eineinhalb Stunden Krafttraining und einem zweistündigen Matchtraining.

Nachmittags gings dann im ähnlichen Stil weiter. Um 15.00 Uhr hatte ich einen Termin bei meinem Sponsor Seat; ich durfte mir die Sommerreifen auf mein Auto machen lassen. Danach kümmerte ich mich noch um einige kleinere Angelegenheiten, welche normalerweise von Dirk geregelt werden. Durch seine Absenz wird mir auch jedes Mal klar, wie viel jedes Mal organisiert werden muss, damit mein Tagesablauf perfekt koordiniert ist.
Abends war ich schließlich noch auf eine Geburtstagsparty eingeladen. Allzu lange konnte ich allerdings nicht bleiben, denn schließlich steht ja schon morgen wieder Training an. Bis spät in die Nacht hinein zu feiern, kommt da natürlich nicht in Frage…


14.4.2008, Phoenix
Heute war ein Tag an dem Dirk und ich schon früh morgens zwei Stunden trainiert haben, um den Rest des Tages für andere Dinge nutzen zu können. Leider klappte das dann nicht ganz so, wie geplant…Beim Training hatte ich mir wohl einen kleinen Sonnenstich oder Hitzeschlag eingefangen, auf jeden Fall fühlte ich mich – kaum im Auto um zurück ins Hotel zu fahren – überhaupt nicht gut. Schon nach kurzer Fahrt musste ich Dirk bitten, rechts ran zu fahren und anzuhalten. Ich hatte dann gerade noch genug Zeit die Türe aufzureißen, mich hinauszulehnen und...

Damit hatte ich aber noch nicht ganz ausgelitten. Auf dem Hotelparkplatz wiederholte sich derselbe Vorfall prompt und das obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, es auf mein Zimmer zu schaffen. Zwei Jungs, die zufälligerweise vorbei schlenderten, war das Ganze wohl nicht ganz geheuer. Auf jeden Fall erkundigten sie sich höflich, ob sie mir irgendwie behilflich sein können ;-) Schließlich kam ich doch noch auf meinem Zimmer an und verbrachte den Rest des Nachmittages damit, mich zu erholen und meine Körpertemperatur mit ein paar Abstechern in den Pool zu senken.

Am Abend stand dann das Basketballspiel zwischen den Phoenix Suns und den Golden State Warriors statt. Ich liebe die NBA! In der Zeit, in der ich in Scottsdale gelebt habe, bin ich so oft es ging zu den Spielen der Suns gegangen. Natürlich wollte ich mir dieses Vergnügen auch dieses Mal nicht entgehen lassen. Überhaupt komme ich dank Dirk, der selber spielt, auch in Deutschland ab und zu mit Basketball in Berührung. Ich geh ganz gern mit ihm zum Training, aber natürlich ist die NBA ein anderes Kaliber. Auf jeden Fall hatten wir beide mächtig Spaß und genossen den Abend in vollen Zügen. Kaum zurück im Hotel, sind wir sofort in unsere Betten gefallen und haben geschlafen. Es ging mir zwar schon wieder viel besser, aber der Jetlag wollte sich noch nicht so einfach geschlagen geben ;-)


10.04.2008, Saarbrücken
Hallo zusammen! Ich freue mich, ab sofort über meine neuen Webseite mit euch kommunizieren zu können. Mit meiner Rückkehr ins Profitennis vor wenigen Wochen wurde es Zeit, einen endgültigen Schlussstrich hinter die vergangenen Monate zu ziehen. Meine neue Webseite soll da keine Ausnahme bilden. Ab sofort könnt ihr hier das Aktuellste über mich erfahren.

Wie bereits kurz erwähnt, bin ich seit einigen Wochen wieder aktiv auf der Profi-Tour unterwegs. Nach meiner langen Absenz freue ich mich umso mehr darüber, endlich wieder zu spielen. Meine Leistungen bislang stimmen mich zuversichtlich, dass ich schon bald wieder erfolgreich spielen werde. Trotzdem hege ich keine übertriebenen Erwartungen – ich weiß, dass ich mich Schritt für Schritt an meine Bestform heranarbeiten muss. Wichtig ist jetzt erst mal, dass ich mich wieder an den Rhythmus und das Leben als Tennisprofi gewöhne.

Viele Grüße…und guckt bei Gelegenheit mal bei meiner Website vorbei!
Eure Anna-Lena


 

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